Waste-Race
Alte Handys, Kabel, Föhne
- Großer Jubel: Die Schülerinnen und Schüler der Gewinnerschule IGS Bonn-Beuel bei der heutigen Abschlussveranstaltung des E-Waste-Race mit Sparkassenvorstand Dr. Andreas Dartsch.
- Foto: Cigdem Deveci
Beuel (red). Fast 3.200 alte Elektrogeräte haben Schülerinnen und Schüler in Bonn beim E-Waste-Race gesammelt. Das Umwelt- und Bildungsprojekt lief vom 15. Juni bis 8. Juli im Bonner Stadtgebiet. Beteiligt waren fünf Schulen. Ziel war es, Elektroschrott aus Haushalten zu sammeln, fachgerecht recyceln zu lassen und zugleich Wissen über Recycling, Kreislaufwirtschaft und Umweltschutz zu vermitteln.
Unterstützt wurde das Projekt erneut von der Sparkasse KölnBonn. Das Institut förderte das E-Waste-Race nach eigenen Angaben als Alleinförderin mit knapp 23.000 Euro. Im vergangenen Jahr hatte die Förderung bei knapp 20.000 Euro gelegen. Mit dem höheren Betrag sollten zusätzliche Kosten für die Entsorgung der Elektroaltgeräte abgedeckt werden.
Den ersten Platz erreichte die IGS Bonn-Beuel. Die Schule sammelte mehr als 1.100 Teile Elektroschrott. Bei der Siegerehrung überreichte Dr. Andreas Dartsch, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Sparkasse KölnBonn, die Urkunde. Als Gewinn kann sich die Schule auf einen Ausflug in das Wasserkraftwerk Ermen & Engels freuen. Platz zwei belegte die Elisabeth-Selbert-Gesamtschule, Platz drei das Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium. Beide Schulen erhalten von der Sparkasse Geldpreise in Höhe von 250 beziehungsweise 150 Euro.
Auch Bonner Bürgerinnen und Bürger konnten sich an der Aktion beteiligen. Sie meldeten ausgediente Elektrogeräte online an, die anschließend von den Schülerinnen und Schülern abgeholt wurden. Viele dieser Geräte lagern nach Angaben der Projektträger in Kellern oder Abstellräumen, obwohl darin verwertbare Rohstoffe stecken.
Hintergrund des Projekts ist der Umgang mit Elektroschrott. In Deutschland fallen nach Angaben der Sparkasse jährlich 1,7 Millionen Tonnen Elektroschrott an, gesammelt werde jedoch nicht einmal ein Drittel. Dadurch gingen Rohstoffe verloren, die etwa für Smartphones oder Tablets benötigt werden. Zudem enthielten viele Elektrogeräte giftige Stoffe wie Blei oder Quecksilber, die bei unsachgemäßer Entsorgung Umwelt und Gesundheit belasten können.
Organisiert werden die E-Waste-Races von der gemeinnützigen Organisation „Das macht Schule“. Seit 2018 finden die Wettbewerbe in deutschen Großstädten statt. Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der vierten bis siebten Klasse.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |