Vilich-Müldorf
Richtfest an der Mühlenbachhalle

Richtfest an der Mühlenbachhalle: Zusammen mit der Dachsanierung hat der Bürgerverein die Einrichtung eines Museums samt Seminarraum in die Wege geleitet.
  • Richtfest an der Mühlenbachhalle: Zusammen mit der Dachsanierung hat der Bürgerverein die Einrichtung eines Museums samt Seminarraum in die Wege geleitet.
  • Foto: BV Vilich-Müldorf.

Vilich-Müldorf (red). Die Gerüste stehen, Baumaschinen parken vor der Halle - es ist unübersehbar: Die Bauarbeiten zur Sanierung der Mühlenbachhalle haben begonnen. Zurzeit finden die Arbeiten zur Errichtung eines Seminarraumes und eines Museums im Hochbunker statt. Und in der vergangenen Woche konnte bereits das Richtfest gefeiert werden.

Nach über 30-jähriger Nutzung ist die Halle in die Jahre gekommen. Der Bürgerverein, der die Halle betreibt, musste mit Abnutzungserscheinungen und baulichen Mängeln kämpfen. „Insbesondere das Dach der Mehrzweckhalle muss dringend erneuert werden“, so der Verein. Da auch die Statik der gesamten Dachkonstruktion betroffen ist, wurden hier bereits vor einigen Jahren Stützbalken eingebaut, um die Standsicherheit zu gewährleisten und den Betrieb aufrecht zu erhalten.

Da eine Sanierung des Daches die finanziellen Möglichkeiten des Vereins deutlich übersteigt, unternahm der Vorstand viele Bemühungen und verschiedene Anläufe, u.a. über einen EU- Förderantrag, um eine Finanzierung der Sanierung auf die Beine zu stellen. „Leider bisher ohne Erfolg!“

Gemeinsam mit der Dacherneuerung wurde im Konzept die Einrichtung eines Museums im alten Bunkergebäude vorgesehen, wozu auch ein Raum für die Nutzung als Seminarraum gehört. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen fördert die Mühlenbachhalle im Rahmen des Förderprogramms Heimat-Zeugnis. Das seien „Bezugspunkte lokaler Identifikation“ und „häufig die lokale und regionale Geschichte (...) prägende Bauwerke, Gebäude oder entsprechende Orte in der freien Natur“, heißt es dazu vom Ministerium. „Die Landesregierung Nordrhein-Westfalen will diejenigen unterstützen, die sich um solche Orte und Bauwerke, „Zeugen“ ihrer Heimat kümmern und die die dazugehörige Geschichte oder Tradition in zeitgemäßer und interessanter Form aufarbeiten bzw. präsentieren.“

In im Hochbunker ist die Wiederherstellung eines ursprünglichen Bunkerraumes geplant. In dem neuen Seminarraum sollen im Rahmen von einer permanenten Ausstellung und Veranstaltungen die Erinnerung an die Zeiten des Krieges wachgehalten und dargestellt werden, wie aus einem Kriegsbauwerk eine friedliche und integrative Begegnungsstätte wurde.

Über dem jetzigen Materiallager wird zudem ein Seminarraum entstehen. Der Zugang erfolgt über den Weg zwischen Mühlenbachhalle und Spielplatz. Von dort gelangt man in den Hochbunker mit zwei Meter dicken Betonwänden.

Die an den Hochbunker angrenzende Mühlenbachhalle hat ein stark renovierungsbedürftiges Dach. Der Bürgerverein plant eine Sanierung des Daches, um die Funktionstüchtigkeit der Halle zu erhalten. Hierfür wird das doppelte Giebeldach durch ein Flachdach ersetzt. Nach dem Abtrag der jetzigen Dachkonstruktion ist das neue Dach ist mit mehreren zusätzlichen Trägern abzustützen und mit den Hallenwänden zu verbinden. Die geplante Baumaßnahme ist auf das Minimum beschränkt, um die Baukosten in einem für einen Verein möglichen Rahmen zu halten. Für die Dachsanierungs- maßnahme besteht ein Finanzierungkonzept und der BV hofft auf eine Kreditzugsage im Frühjahr und Mitte 2022 auf den Baubeginn.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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