Mehr Unterstützung für Menschen mit Pflegebedarf
ASB baut um und an

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Mitte Oktober erfolgte der Spatenstich für die Modernisierung und Erweiterung der Niederlassung des Arbeiter-Samariter-Bundes in Bergisch Gladbach. Im Frühjahr 2023 soll an der Hauptstraße eine neue Tagespflege-Einrichtung für Seniorinnen und Senioren ihre Pforten öffnen.



Absperrungen, Bagger Baulärm: Für Passanten und Anwohner ist es unübersehbar: Es tut sich etwas in der Gladbacher City, gleich hinter dem früheren Zanders-Gelände. In der vergangenen Woche fiel der Startschuss für die umfangreichen Umbaumaßnahmen des in die Jahre gekommenen Willibald-Seifert-Hauses, Sitz des ASB Bergisch Land e.V. Geplant ist nicht nur eine Modernisierung der in die Jahre gekommenen Bausubstanz an der Hauptstraße. Gleichzeitig entsteht neben der neuen Geschäftsstelle eine neue Tagespflegeeinrichtung. Der ASB bietet dann 14 Plätze für Seniorinnen und Senioren, die hier tagsüber intensiv betreut werden können. Die Tagespflege richtet sich an hilfebedürftige Menschen, die zwar in ihrem Alltag Unterstützung benötigen, jedoch in ihrem Zuhause wohnen bleiben möchten. Gemeinsame Mahlzeiten, Spielen, Bewegung und kreative Freizeitgestaltung: Das Zusammensein in der Gruppe ermöglicht Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und stärkt den Erhalt von Fähigkeiten, die ohne soziale Kontakte und pädagogische Förderung im Alter schnell verloren gehen können.



Entlastung für Pflegende

„Mit der Tagespflege ergänzen wir unsere bestehenden ambulanten Angebote, die den Menschen einen möglichst langfristigen Verbleib in der eigenen Wohnung und der vertrauten Umgebung ermöglichen“, erklärt Anne Paweldyk, Geschäftsführerin des ASB Bergisch Land. „Und gerade hier im Zentrum schließen wir damit eine Lücke“, so Paweldyk. Das kann auch Martina Odenthal vom Seniorenbüro der Stadt Bergisch Gladbach bestätigen: „Wir brauchen dringend mehr Betreuungsplätze. Die Nachfrage übersteigt bei Weitem das Angebot momentan“, berichtet die Seniorenberaterin aus ihrer Praxis. Und die komme nicht nur von Angehörigen von Demenzerkrankten. „Auch noch fitte Ältere freuen sich darüber, den Tag gemeinsam mit anderen Menschen zu verbringen. Vereinsamung ist ein großes Problem für viele, die einfach Anschluss suchen.“ Ebenfalls begrüßt Sabine Hellwig, Fachbereichsleiterin für Jugend und Soziales bei der Stadt Bergisch Gladbach, das ASB-Projekt: „Wir freuen uns sehr, dass der ASB an diesem Standort investiert und damit ein zusätzliches attraktives Angebot für Seniorinnen und Senioren aufbaut“. Damit schaffe man eine wichtige Ergänzung zu vorhandenen stationären Einrichtungen und eine große Entlastung für Familien bei der Pflege ihrer Angehörigen, pflichtet Ragnar Migenda, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Klimaschutz, bei. Für den Regionalverband, der alleine in Bergisch Gladbach 120 Mitarbeitende beschäftigt, bedeutete das erstmal Umziehen. Für die Zeit des Umbaus befindet sich die ASB-Geschäftsstelle seit Mitte November in den Räumlichkeiten des Heider Verlages GmbH an der Paffrather Straße 102.

Leserreporter:

Marco Wehr aus Bergisch Gladbach

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