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Kunst in der Klinik
Intuitive Prozessbilder in der Helios Klinik

Pflegedirektorin Kerstin Weitzenkamp (l.) mit Malerin Marie Schulte sowie Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari und Stefan Luther (Ärztlicher Direktor) bei der Ausstellungseröffnung | Foto: Helios Klinik Wipperfürth
  • Pflegedirektorin Kerstin Weitzenkamp (l.) mit Malerin Marie Schulte sowie Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari und Stefan Luther (Ärztlicher Direktor) bei der Ausstellungseröffnung
  • Foto: Helios Klinik Wipperfürth
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Wipperfürth. Ein Krankenhaus ist ein Ort, an dem intensive Lebensphasen ablaufen. Neben der Freude über eine Geburt ist ein Aufenthalt oft mit gesundheitlichen und emotionalen Herausforderungen verbunden. Genau hier setzt die neue Ausstellung in der Helios Klinik Wipperfürth an und lädt zum Dialog mit der Künstlerin ein. Seit Anfang Juni und bis zum 31. Juli 2026 präsentiert die Wipperfürtherin Marie Schulte unter dem Titel „Prozessbilder. Durch Kunst in Verbindung mit sich selbst und Anderen“ Werke, die Mut machen und neue Perspektiven aufzeigen wollen.

Bei den ausgestellten Werken handelt es sich um sogenannte Prozessbilder. Sie entstehen völlig absichtslos, ohne Fokus auf ein bestimmtes Ergebnis, sondern rein aus einem spontanen, intuitiven Impuls oder einer momentanen Stimmung. „Ich sehe intuitives Malen als ein wunderbares Werkzeug, um eigene unentdeckte oder vergessene Ressourcen wahrzunehmen und zu aktivieren“, erklärt Marie Schulte, die in einem Lindlarer Dorf aufgewachsen ist und ihr Abitur in Wipperfürth absolviert hat. „Es ermöglicht uns, innere Istzustände zu erkennen, anzunehmen und neue Wege für positive Veränderungen im eigenen Leben zu schaffen.“

Kreativität als Brücke zur Heilung

Die Helios Klinik Wipperfürth ist für die Künstlerin bewusst gewählt. Aus eigener Erfahrung weiß sie, dass eine kreative Auseinandersetzung mit physischen Symptomen den Heilungsprozess unterstützen kann. Häufig seien äußere Beschwerden auch Ausdruck innerer Themen. Viele Menschen erleben im Alltag Belastungen wie innere Unruhe, lähmende Müdigkeit oder ein diffuses Gefühl der Leere. „Über ein intuitiv gemaltes Bild gewinnt man häufig eine Erkenntnis und baut eine Brücke zu einem persönlichen Thema“, so Schulte. Passend dazu zitiert sie Johann Wolfgang von Goethe: „Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.“

Da Marie Schulte eine große Leidenschaft für Literatur hegt, kombiniert sie in der Ausstellung teilweise Bild und Text. Um den unbefangenen ersten Eindruck der Betrachtenden nicht zu beeinflussen, sind die Texte separat und auf Wunsch ergänzend einsehbar. Ausgesuchten Werken ist eine persönliche Botschaft in einem neutralen Briefumschlag beigefügt, die die Betrachter lesen können, wenn es sie danach drängt.

„Dass eine Künstlerin, die bei uns ausstellt, diese Form der Ansprache wählt, hat etwas ganz Besonderes, denn sie baut auf diese Weise Distanz ab, schafft neue Wege und setzt die Werke nochmal in ein ganz eigenes Licht“, sagt Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari bei der Eröffnung.

Einladung zum Austausch und Dialog

Die Ausstellung lädt explizit dazu ein, miteinander ins Gespräch zu kommen und zu erfahren, was die Werke in den Besuchenden auslösen. Wer die Künstlerin persönlich treffen möchte, hat dazu an zwei Freitagen die Gelegenheit: Marie Schulte ist am 19. Juni 2026 sowie am 17. Juli 2026 jeweils von 11:00 bis 12:00 Uhr vor Ort in der Klinik anzutreffen. Zudem besteht die Möglichkeit, per E-Mail unter Marie.Schulte@email.de Kontakt aufzunehmen. Die Einladung zum Austausch und zur Auseinandersetzung steht also.

Interessierte Besucherinnen und Besucher, Patienten sowie Angehörige sind herzlich eingeladen, die Ausstellung während der regulären Öffnungszeiten der Helios Klinik Wipperfürth zu besuchen. Der Eintritt ist frei.

LeserReporter/in:

Marco Wehr aus Wipperfürth

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