Es hat noch keinen Namen
Seltenes Kälbchen im Zoo geboren
- Das Kalb hat noch keinen Namen.
- Foto: Kölner Zoo
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Riehl. Am 7. September hat das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind „Lara“ auf dem Clemenshof im Kölner Zoo ein weibliches Kalb zur Welt gebracht. Das Jungtier ist noch namenlos; Mutter Lara gilt als erfahrene Mutter und hatte bereits mehrfach Nachwuchs. Als Vater wird der Zuchtbulle „Kalle“ genannt.
Das Deutsche Schwarzbunte Niederungsrind entstand im 16. Jahrhundert in den Tiefebenen von den Niederlanden bis nach Dänemark. Die Rasse war lange sowohl für die Milch- als auch für die Fleischerzeugung geschätzt: Sie gilt als gutmütig, wird leicht geboren und verwertet auch nährstoffarme Pflanzen effizient. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie jedoch zunehmend von leistungsstärkeren Rassen wie der Holstein Friesian verdrängt und ist heute in ihrem Bestand bedroht.
Der Kölner Zoo engagiert sich deshalb aktiv für den Erhalt alter Nutztierrassen: Der Clemenshof ist als bergischer Bauernhof nachgebaut und bietet auf mehr als 4.000 Quadratmetern Lebensraum für verschiedene Haustierarten - mit besonderem Schwerpunkt auf bedrohten heimischen Rassen. Besucherinnen und Besucher, große wie kleine, sollen hier Wissenswertes über seltene Nutztierrassen und traditionelle, kleinbäuerliche Lebensmittelproduktion erfahren.
Der Nachwuchs von Lara ist Teil dieses gelebten Artenschutzes: Solche Zucht- und Bildungsprojekte sollen helfen, die genetische Vielfalt zu erhalten und das Bewusstsein für alte Nutztierrassen zu stärken.
Redakteur/in:EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln |