Ein Silberstreifen am Horizont
Lösung in Sicht für die Förderschule?

Das neue Oberstufenzentrum der Gesamtschule im Schulzentrum Nord bietet sich später zur Nutzung durch die Förderschule an.
  • Das neue Oberstufenzentrum der Gesamtschule im Schulzentrum Nord bietet sich später zur Nutzung durch die Förderschule an.
  • Foto: Bracker

CJG St. Ansgar zeigt Interesse an einer Trägerschaft der Förderschule

Niederkassel. Seit Jahren ist die Fortführung der Förderschule, die in der Unterdorfstraße in Mondorf beheimatet ist, ein Dauerthema. Auf knapp 500 Quadratmeter werden dort etwa 70 Schüler unter dem Schwerpunkt Lernen, Emotionale und Soziale Entwicklung sowie Sprache unterrichtet.

Das Gebäude platzt hierbei quasi „aus allen Nähten“, ist in großen Teilen völlig überaltert und wird dem Anspruch einer Förderschule in keiner Weise mehr gerecht. Zudem hat die Stadtverwaltung auf Grundlage einer Verordnung aus dem Jahr 2019 bis zum Schuljahr Platz für eine Mindestzahl von 144 Schüler*innen für Verbundschulen zu schaffen. In Mondorf kann man den Schüler*innen zudem keine ausreichenden Außenflächen für körperliche Auslastung bieten. Da die Stadt Niederkassel die Förderschule mit einem alleinigen Standort fortführen will, überlegt man, im Zuge der Erweiterung des Schulzentrums Nord das temporäre Oberstufenzentrum (OSZ) nach Wegfall der Nutzung durch die Oberstufe der Gesamtschule für die Förderschule zu verwenden. Dies habe den Vorteil, dass keine lange Plan- und Bauzeit erforderlich sei und für die Schüler*innen in Richtung Norden eine geschützte Außenfläche vorhanden sei.Im Schulgesetz des Landes ist festgelegt, dass die Stadt Niederkassel alleine keine Verpflichtung zum weiteren Betrieb einer kompletten Förderschule hat. Folge wäre, dass nur noch der Förderschwerpunkt emotionale-soziale Entwicklung in der Sekundarstufe I angeboten werden könne. Gemeinsam mit Kreis und Nachbarkommunen muss jedoch eine Beschulung mit den Förderschwerpunkten der LaurenStiusschule sichergestellt sein.Um aber gerade Schüler*innen mit Förderbedarf der Primarstufe keine langen Wege zuzumuten, haben sich die Verantwortlichen nun um einen Freien Träger bemüht. Im Gegensatz zur Stadt, die mindestens 112 Schüler*innen als Mindestvorgabe hat, ist einem Freien Träger eine solche Mindestzahl nicht vorgeschrieben. Mit der CJG St. Ansgar scheint ein solcher Freier Träger nun gefunden zu sein. Die Caritas-Jugendhilfe-Gesellschaft (CJG) betreibt bereits sechs Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe und vier Förderschulen mit dem Förderschwerpunkt „Emotionale und soziale Entwicklung“ ein-schließlich einer Förderschule im berufsbildenden Bereich. Finden die Gespräche einen positiven Ausgang ist eine Beschulunung auch in der Primarstufe der Förderschule sichergestellt.

Redakteur:

Irmgard Bracker aus Siegburg

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