Bed Schulzentrum
Zwei Weltkarten mit klaren Standpunkten

Die beiden Kunstwerke am Bedburger Schulzentrum entstanden mit der Hilfe von mehr als 200 Kindern und Jugendlichen.
  • Die beiden Kunstwerke am Bedburger Schulzentrum entstanden mit der Hilfe von mehr als 200 Kindern und Jugendlichen.
  • Foto: Stadt Bedburg

Bedburg (red). Zwei Weltkarten am Bedburger Schulzentrum ziehen künftig die Blicke auf sich und regen dabei zum Nachdenken an. Die beiden Kunstwerke, die mit Hilfe von mehr als 200 Kindern und Jugendlichen unter Leitung der „RheinFlanke“ entstanden sind, konnten in den Osterferien fertiggestellt werden. Kürzlich haben die Projektverantwortlichen Slavica Dretvic und Hendrik Pfäfflin gemeinsam mit einigen am Projekt beteiligten Schülern die Kunstwerke nun den Schulleitern, den Unterstützern des Projektes und Bürgermeister Sascha Solbach präsentiert. Dabei zeigten sie eindrucksvoll, dass die im Thema unterschiedlichen Weltkarten eins gemeinsam haben: Sie zeigen, wie kostbar unsere Welt ist.

Beim Kunstwerk auf der Schulhoftribüne ergibt sich mit jeder Treppenstufe ein eigenes „Puzzlestück“. Betrachtet man sie aus der Distanz, ergibt sich aus den sieben Ebenen ein großes Gesamtbild – eine in Grün, Blau und Gelb gehaltene Weltkarte. Mit viel Präzision bemalten die Zehn bis 18-jährigen Kinder und Jugendlichen gemeinsam mit den Mitarbeitern der „RheinFlanke“ jede Stufenhöhe. Das Resultat: eine optische Täuschung, denn die einzelnen Treppenelemente sind kaum noch wahrnehmbar, stattdessen fließen die Konturen der Kontinente je nach Blickwinkel förmlich ineinander über.

Umgeben ist die Weltkarte von zahlreichen Länderflaggen, durch die sich jeder und jede auf dem Schulhof repräsentiert fühlen soll. Damit setzt sich dieses bemerkenswerte Kunstwerk für Frieden und gegen Krieg ein und trifft damit den Kern der Zeit.

Was ein rücksichtsloses Konsum- und Wegwerfverhalten für die Umwelt bedeutet, thematisieren die Künstler mit ihrer zweiten Weltkarte in der nahegelegenen Mensa des Schulzentrums. Das Wandbild setzt sich mit der Verschmutzung der Ozeane und Meere durch Kunststoff auseinander, der unzählige Meerestiere und Seevögel das Leben kostet. Die Gruppe sammelte für diese Botschaft unterschiedlichen Plastikmüll, mit dem man die Meeres- und Ozeanflächen der Weltkarte bedeckte.

Die Projektverantwortlichen Slavica Dretvic und Hendrik Pfäfflin freuten sich über den Besuch der zahlreichen Gäste: „Mit unterschiedlichen Klassen und während verschiedener Ferienfreizeiten konnten wir hoffentlich dafür sorgen, dass der Schulhof etwas attraktiver wird. Wir würden uns darüber freuen, wenn in Zukunft weniger unangemeldete Malereien auf der Fläche entstehen. Aus diesem Grund wollten wir möglichst viele Teilnehmer einbinden, die den Platz auch nach der Schule nutzen. Dass wir die beiden Weltkarten nun auch offiziell den Bedburgerinnen und Bedburgern präsentieren können, macht uns auch ein Stück weit stolz.“

Redakteur:

Georg Zingsheim aus Kerpen

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