Malschule schließt für immer
Eine künstlerische Ära geht zu Ende

Enis Kurtulus schließt seine Malschule für immer.  | Foto: AS
  • Enis Kurtulus schließt seine Malschule für immer.
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Bad Godesberg (as). Eine künstlerische Ära geht Ende Januar zu Ende. Der Bad Godesberger Künstler Enis Kurtulus, der auch Mitbegründer des Kunstvereins Bad Godesberg ist, schließt aus Altersgründen seine Malschule Kunstraum85. Knappe zwanzig Jahre gab es die Malschule an der Burgstraße neben dem Atelier Kunstraum85, in dem der Künstler Enis Kurtulus wirkte. Bis zuletzt fanden hier auch die seit Jahren beliebten Kinder- und Jugendkurse statt, unter der Leitung der Kunstpädagogin Dr. Renata Mussett. Zuletzt waren es 47 Schüler und 14 Erwachsene, hieß es bei der Eröffnung der Retrospektive-Ausstellung von Künstler Kurtulus in den Räumen des benachbarten Kunstvereins Bad Godesberg. Bedingt durch die Corona-Pandemie ging die Zahl der Malschüler in größerem Umfang zurück.

Der in Ankara geborene Enis Kurtulus, der seit 1971 in Deutschland lebt, hat Atelier, Galerie und Malschule seit 2003 in der Burgstraße betrieben und viele seiner Schülerinnen und Schüler für die Malerei begeistern können. So fanden neben den wöchentlichen Kursen auch Workshops und Ausstellungen statt. Kurtulus erinnert sich noch sehr an seinen ersten Zeichnungen „mit richtigen Menschen“ im Kindesalter. Mit acht Jahren kaufte er vom Geburtstagsgeld Leinwand, Pinsel und Farben. Daraus entstand sein erstes Bild.

Nach dem Abitur wurde er Agrar-Ingenieur und machte in Bonn seinen Abschluss. Diesen Beruf übte er jedoch nie aus, sondern lebe seit 1994 als freiberuflicher Maler in Bonn. Nicht nur als Gründungsmitglied des Godesberger Kunstverein kennt man Enis Kurtulus, sondern auch als dessen Künstlerischen Leiter in den Jahren 2003 bis 2008.

Mit einer großen Retrospektive im Bad Godesberger Kunstverein zeigt Kurtulus zum Abschied mit 35 Werken einen Querschnitt seines künstlerischen Schaffens. Das älteste ausgestellte Kunstwerk stammt aus dem Jahr 1972. Vom Erlös der verkauften Bilder gehen 10 Prozent an den Kunstverein Bad Godesberg, weitere 10 Prozent an das Frauenhaus in Bonn, das der Künstler auch privat unterstützt. Die Ausstellung Retrospektive Enis Kurtulus kann samstags und sonntags, jeweils von 15 bis 17 Uhr besucht werden, zudem rund um die Uhr durch die Rundumverglasung des Glaskarre. Am Sonntag, 29. Januar, werden Werke des Künstlers öffentlich versteigert.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Alfred Schmelzeisen aus Bad Godesberg

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