Bürgermeisterinnen im Dialog
Im Fokus: Die schönste Ecke der Region

v. li.: Die Windecker Bürgermeisterin Alexandra Gauß und ihre Waldbröler Kollegin Larissa Weber bündeln die Stärken ihrer Kommunen zu einem gemeinsamen touristischen Paket, das in diesem Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
  • v. li.: Die Windecker Bürgermeisterin Alexandra Gauß und ihre Waldbröler Kollegin Larissa Weber bündeln die Stärken ihrer Kommunen zu einem gemeinsamen touristischen Paket, das in diesem Frühjahr der Öffentlichkeit vorgestellt wird.
  • Foto: Sylvia Schmidt

Waldbröl/Windeck. Wenn der Lokal-Anzeiger sich mit den Bürgermeisterinnen aus Waldbröl und Windeck, mit Larissa Weber und Alexandra Gauß, einmal im Quartal zum Gespräch trifft, dann geht es um die Neubelebung und Stärkung der geschichtlich seit Hunderten von Jahren so eng verbundenen Kommunen. Thema diesmal ist ein kleiner Vorgeschmack auf die Vorstellung des gemeinsames Tourismuskonzeptes, das der Öffentlichkeit im kommenden Quartal vorgestellt wird.

Es soll Waldbröl und Windeck zu einem attraktiven Erlebnisraum für Besucher und Touristen machen, der auch bei mehrtägigen Aufenthalten nicht langweilig wird.

„Nach einem Jahr Vorarbeit, in die alle Beteiligten über Videokonferenzen involviert waren, findet Ende Januar die Endbesprechung für das Tourismuskonzept statt“, eröffnet Alexandra Gauß das Gespräch. Larissa Weber informiert über die nächsten Schritte.

„Das Ergebnis wird den politischen Gremien vorgestellt und im Frühjahr dann der Öffentlichkeit.“ Sichtliche Freude haben die Rathauschefinnen daran, dass ihre Kommunen diesmal alleine im Zentrum der Betrachtung stehen.

„Als Kommune an der Landes- oder Kreisgrenze bekommt man leicht das Gefühl, von allem weit weg zu sein“, gibt Gauß einen persönlichen Eindruck wieder. Mit dem neuen gemeinsamen Konzept wollen die Bürgermeisterinnen zeigen, was ihre Einzugsbereiche zu bieten haben. „Wir sind die schönste Ecke der Region, und das stellen wir auch ins Zentrum“, behaupten sie selbstbewusst und man spürt ihre Begeisterung, gemeinsam eine Perspektive zu entwickeln, die den Tourismus in Zukunft auf möglichst feste Beine stellen soll. Touristiker, Bauamtsleiter und Gemeindeentwicklung der beiden Kommunen arbeiten gemeindeübergreifend an diesem Ziel.

Detaillierte Informationen wollen die Bürgermeisterinnen zu diesem Zeitpunkt noch nicht preisgeben. Bekannt ist, dass neben dem großen Erlebnisraum Natur mit Baumwipfelpfad Panarbora, dem Nutscheid, auch der Waldbröler Marktplatz inklusive Halle, Schloss Homburg und die Burg Windeck mit Museumsdorf die Hauptpfeiler sind. Schon früher sei die Region die Erholungslunge für Menschen aus dem Ruhrgebiet gewesen, nennt Weber Beispiele wie die Feriensiedlungen Happach, Baumen und Krahwinkel, Gauß hebt den Kurort Herchen mit den Wuppertaler Stadtwerken hervor.

„Wir hatten noch nie so viele Gäste wie in der Corona-Zeit, wir hätten alle Unterkünfte dreimal belegen können“, berichtet Weber.

Aus dem Tourismuskonzept heraus sind zwei Projekte bei der Regionale 2025 angemeldet, um Fördergelder für die Neugestaltung des Waldbröler Marktplatzes mit Markthalle und das Museumsdorf in Altwindeck zu erhalten. „Marktplatz und Markthalle sollen deutlich mehr belebt werden, wenn die Fördergelder fließen“, stellt Weber in Aussicht.

„Wir möchten die Markthalle täglich für ein Angebot mit regionalen Produkten öffnen und zudem eine Tourismus-Information dort unterbringen.“ In Altwindeck werde mit einem Gesamtkonzept an der Zukunftsfähigkeit gearbeitet, berichtet Gauß. Eine bessere Verbindung zwischen dem ehrenamtlich von Dorfbewohnern betriebenen Museumsdorf und der in Kreisbesitz befindlichen Burg Windeck solle geschaffen werden.

Die „unentdeckten Schätze“ ihrer Kommunen sind es, die die Bürgermeisterinnen ins Licht gerückt wissen möchten. „Wir sind in vielen Planungsstufen bei Fördermittelgebern und Landkreisen vertreten, allerdings geschieht es auch immer wieder, dass wir mit Erwartungen konfrontiert werden, die nicht in unserer Kompetenz liegen.

Als zwei kreisabhängige Gemeinden können wir beispielsweise keine Radwege genehmigen“, betonen die Bürgermeisterinnen.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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