.... und es ward Licht

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In der abgedunkelten Stadthalle Troisdorf eröffnete am 29. Mai 2022 der Troisdorfer Frauenchor Furore 1948 e. V. das diesjährige Frühjahrskonzert mit dem Lied „und es ward Licht“. Im letzten Takt beleuchteten die Scheinwerfer die Konzertbühne, und den Konzertbesuchern strahlten 25 Sängerinnen entgegen. Die Freude, endlich wieder singen zu dürfen, war riesengroß. Chorleiter Wolfram Kastorp war mal wieder in der glücklichen Lage, ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Konzertprogramm mit Solisten, auf die Beine zu stellen. Im ersten Teil des Konzertes wurde das Publikum in die Deutsche Romantik und die Mystische Sagenwelt entführt. Hier wurde mit zarten Stimmen das Frühlingserwachen herbeigesehnt, der Jungfernkranz gebunden, fleißig das Spinnrad gedreht und dem Mond beim Aufgehen zugesehen. Ein Highlight am Ende des ersten Teils war sicherlich die „Landerkennung“, die Chorleiter Wolfram Kastorp für den Frauenchor arrangiert hatte. Hier durften nicht nur die Sängerinnen Olav Trygvason auf seiner Reise über das Nordmeer begleiten, es gesellte sich Bariton Michael Terada dazu. Im zweiten Teil begab man sich in die Irische Folklore und die Deutsche Musik. Die Sängerinnen flogen über die Wolken, zogen in die Welt, tanzten mit dem Lord und hatten Glück auf ihren Reisen. Für Höhepunkte bei dem Konzert sorgte der Auftritt von Bariton Michael Terada, der mit seiner kräftigen Stimme das Publikum sofort verzauberte. Sein Repertoire war zumal träumend bei „Die Mondnacht“ und „O lieb, solang du lieben kannst“, frisch, lustig, heißa hoppsassa beim „Vogelfänger“ und dramatisch beim „Waldesgespräch“. Rezitator Andreas Schütte nahm das Publikum mit auf Odins Meeresritt. Kräftig und theatralisch trug er die Ballade von Aloys Schreiber vor. Pianist Frank Hoppe hatte hierzu die Klavierbegleitung komponiert. Dies war ein weiterer Höhepunkt im Konzert. Pianist Frank Hoppe war an diesem Abend der perfekte Begleiter für die Sängerinnen, den Bariton und Rezitator. Bedächtig begann er „Anitra´s Tanz“, um anschließend „In der Halle des Bergkönigs“ seine Hände über die Tasten des Klaviers fliegen zu lassen. Das Publikum war so hingerissen, dass es, nach anhaltendem Beifall nach jeder Nummer, zum Schluss spontan in eine Standing Ovation ausbrach und Zugaben erbat. Mit „Berliner Luft“ und „Habt Dank, ihr Freunde“ endete ein besonders gelungener musikalischer Abend.

Leserreporter:

Angelika Grosch aus Troisdorf

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