Kamelleböm
Initiative sorgt für mehr Grün
- Vertreterinnen und Vertreter der GroHeiKa, der Gemeindeverwaltung und des Diakonischen Werks bei der Präsentation des Spendenergebnisses für die Aktion „Kamelleböm füe Hemezem“. Insgesamt kamen 9.238,32 Euro für neue Baumpflanzungen in Heimerzheim zusammen.
- Foto: Gemeinde Swisttal
Swisttal (red). In Heimerzheim nimmt ein gemeinschaftliches Begrünungsprojekt Gestalt an: Fast 20 neue Bäume wurden oder werden im Rahmen der Aktion „Kamelleböm füe Hemezem“ gepflanzt. Die Initiative geht auf die Große Heimerzheimer Karnevalsgesellschaft (GroHeiKa) zurück, die Anfang 2025 zu Spenden für zusätzliche Baumpflanzungen im Ort aufgerufen hatte. Unterstützt wird das Vorhaben vom Diakonischen Werk Bonn und Region sowie der Gemeindeverwaltung Swisttal.
Ausgangspunkt des Projekts war die Idee, die Strecke des Heimerzheimer Rosenmontagszuges mit neuen Bäumen aufzuwerten. Doch bei ersten Gesprächen stellte sich heraus, dass die vorgeschlagenen Bereiche entlang der Kölner Straße für Pflanzungen kaum geeignet waren. Zu schmale Baumscheiben, unterirdische Leitungen und begrenzte Wurzelräume ließen dort keine nachhaltigen Baumpflanzungen zu. Daraufhin suchten Vertreterinnen und Vertreter der GroHeiKa und der Verwaltung bei mehreren Ortsterminen nach Alternativen – mit Erfolg.
Geeignete Standorte fanden sich entlang der Swist, wo bislang 14 Bäume gesetzt wurden. Fünf weitere Pflanzorte sind in Prüfung. Damit entsteht über den gesamten Verlauf hinweg ein kleines Netz junger Bäume, das langfristig dem Ortsbild, dem Mikroklima und der Artenvielfalt zugutekommen soll. Für die Umsetzung wurden über 9.000 Euro gesammelt. Etwa 6.000 Euro stammen aus Spenden von Privatpersonen und Betrieben. Das Diakonische Werk Bonn und Region steuerte zusätzlich 3.000 Euro aus Mitteln der Diakonie Katastrophenhilfe bei, die gezielt für sieben der neuen Bäume verwendet werden.
Mit der praktischen Ausführung der Pflanzarbeiten wurde das FORST-Team Rhein-Sieg aus Heimerzheim beauftragt. Eingeschlossen sind eine fachgerechte Pflanzung sowie die Bewässerung im ersten Jahr, damit die jungen Bäume stabil anwachsen können. Bis die Pflege in drei Jahren in die reguläre Kontrolle des Bauhofs übergeht, übernehmen Ehrenamtliche Bewässerung und einfache Pflegeschritte. Das Zusammenspiel von Verein, Verwaltung, sozialer Institution und lokaler Firma bildet damit den Kern des Projekts.
Bürgermeister Tobias Leuning würdigte die Aktion als gelungenes Beispiel bürgerschaftlicher Zusammenarbeit. Die Initiative zeige, dass gemeinsame Anstrengungen sichtbare Veränderungen ermöglichen – in diesem Fall mehr Grün im größten Ortsteil der Gemeinde. Wenn die Bäume im kommenden Frühjahr austreiben, sollen die Ergebnisse der umfangreichen Pflanzaktion erstmals deutlich sichtbar sein.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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