Kinderheim Pauline von Mallinckrodt
Ein Neubau mit Vision
- Eine Zeitkapsel mit guten Wünschen wurde bei der Grundsteilegung für den Neubau des Kinderheims eingesetzt. Mit dabei (von links): Bürgermeister Stefan Rosemann, Landrat Sebastian Schuster, Geschäftsführer PvM Thomas Arentz, Geschäftsführerin PvM Sonja Boddenberg und Architekt Gunnar Freudiger.
- Foto: sgk
Siegburg (sgk). Mit sichtlich erfreuten Minen und strahlenden Gesichtern nahmen Mitarbeitende, Geschäftsführung, Nachbarn, Architekt Gunnar Freudiger sowie Bürgermeister Stefan Rosemann, Landrat Sebastian Schuster und Gäste den Neubau des Kinderheims Pauline von Mallinckrodt in Augenschein.
Sicherlich eine Grundsteinlegung der anderen Art, denn der Rohbau des Gebäudes steht bereits gut eingerüstet: Anfang April 2025 wurde die Grundsteinlegung der „BaKe68“ im Siegburger Norden in der Bambergstraße / Ecke Kempstraße gefeiert.
Bis 2026 entstehen hier zwei Häuser mit insgesamt rund 800 Quadratmetern Nutzfläche. Die Räumlichkeiten bieten Platz für vier Gruppen, in denen insgesamt 32 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene inklusiv leben und teilhabeorientiert betreut werden. Das Credo lautet „Anleitung zur Eigenständigkeit“. Es entsteht ein Bereich, in dem Jugendliche mit und ohne Behinderung von Pädagogen zur Eigenständigkeit angeleitet werden, um in Alltagssituationen zu bestehen. Die Wohngemeinschaft soll sechs Einzelzimmer, einen Gemeinschaftsraum, eine Küche und einen Besprechungsraum bekommen, das Sozialpädagogisch Betreute Wohnen wird über fünf Appartements verfügen.
In einer Tagesgruppe für zehn Kinder werden Familien in Krisen teilstationär betreut. Die Eltern und andere wichtige Bezugspersonen werden von dem Pädagogenteam in Erziehungsfragen angeleitet und beraten.
Im zweiten Teil des Hauses entsteht die vollstationäre Kinder-Außenwohngruppe, in der neun Kinder von vier bis 16 Jahren ein vorübergehendes Zuhause finden – mit dem Ziel einer individuellen, emotionalen, kognitiven gesundheitliche Förderung der Kinder. Dabei steht die Arbeit mit der gesamten Familie im Fokus aller Bemühungen. Die Geschäftsführerin und Heimleiterin Sonja Boddenberg sprach ihren Dank an alle am Bau beteiligten Unterstützer sowie an ihre Kolleginnen und Kollegen aus, die sich auf die „Reise Inklusion“ einlassen.
Boddenberg betonte wie wichtig die Einbindung in eine entsprechende Nachbarschaft sei: „Inklusion geht nicht ohne den Sozialraum“ und „kann nur gelingen, wenn eine ganze Stadt dafür offen ist“. Eingebettet in ein lebendiges Viertel in Nachbarschaft einer Kita und einer Schule bietet die BaKe68 auch Räumlichkeiten in der Tagesgruppe, die für sozialräumliche Angebote im Stadtteil genutzt werden.
Thomas Arentz, Geschäftsführer der Pauline von Mallinckrodt GmbH (PvM), unterstrich die hilfreiche Unterstützung von unterschiedlichen Akteuren. Mit dem Bau der BakE68 wird ein Projekt umgesetzt, dass zu einem Teil durch Fördermittel in Höhe von rund 760.000 Euro mitfinanziert wird und auf weitere Spenden, Fördermittel angewiesen sei. Nach den Grußworten von Landrat Sebastian Schuster, Bürgermeister Stefan Rosemann und Architekt Gunnar Freudiger wurde eine „Zeitkapsel“ - gefüllt mit guten Wünschen der Kinder - in eine Nische des Neubaus eingefügt.
Redakteur/in:RAG - Redaktion |
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