17 Ziele im Visier
Der Schutz unseres Planeten fängt vor der Haustür an

Für die nächsten Wochen werden die 17 UN-Nachhaltigkeitsziele am Rathaus der Stadt Sankt Augustin hängen.
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Sankt Augustin - Nachhaltigkeit - es ist womöglich der Begriff des Jahrhunderts. Über
kaum ein anderes Wort wird aktuell so viel berichtet und gesprochen.
Angekurbelt durch zunehmende Umweltkatastrophen und das sich
verschlechternde Weltklima lässt sich eine Konfrontierung mit der
Frage der Nachhaltigkeit unseres Lebens nicht mehr vermeiden. Ein
Jeder muss sich damit auseinandersetzen, was er oder sie persönlich
für ein nachhaltigeres Zusammenleben im Einklang mit der Erde
beitragen kann. Nachhaltigkeit spielt jedoch nicht nur auf
persönlicher Ebene eine Rolle, sondern findet auch stetig einen Weg
in die globale und lokale Politik. So hat sich der Stadtrat von Sankt
Augustin erst im Juli dazu entschieden, die Stadt bis 2035
klimaneutral werden zu lassen. Schon bis 2025 soll dies für die
Kernverwaltung der Stadt umgesetzt sein. Eine konkrete Maßnahme im
Zuge dessen ist beispielsweise die Umstellung der Verwaltung im
kommenden Jahr von Getränkelieferungen auf Selbstsprudel-Automaten.

Doch was bedeutet es eigentlich, nachhaltig zu leben? Darauf versuchen
die 17 Nachhaltigkeitsziele der Agenda 2030 der Vereinten Nationen
(UN) eine Antwort zu geben. Der Aktionsplan, der diese Ziele
beinhaltet, wurde 2015 durch die 193 Mitgliedsstaaten der UN
unterzeichnet. Jetzt hängen sie nun als Banner am Rathaus. Von dort
aus sollen sie durch die Stadt „wandern“, um mehr Aufmerksamkeit
für Nachhaltigkeit zu erzielen.

Bürgermeister Dr. Max Leitterstorf teilte die Nachhaltigkeitsziele
der UN in seiner Rede anlässlich der Bannerausstellung in drei
Säulen auf: „Nachhaltigkeit setzt sich zusammen aus einer
ökologischen, einer sozialen sowie einer ökonomischen Ebene. Nur
durch ein Zusammenspiel dieser drei Säulen lässt sich Nachhaltigkeit
langfristig umsetzen“. Für die soziale Komponente sei zum Beispiel
das Einstehen für Bildung elementar, so Leitterstorf weiter.

Aus diesem Grund wurde die Banneraufhängung damit verbunden, das
dritte Festival der Jungen Bühne für Nachhaltige Entwicklung zu
planen. Bei der Auftaktveranstaltung kamen Vertreter von Schulen sowie
Jugendgruppen und Umweltverbänden der Stadt Sankt Augustin, um sich
über eine mögliche Gestaltung des kommenden Festivals auszutauschen.

Bereits in den Jahren 2017 und 2019 war das Festival ausgerichtet
worden. Bei den vergangenen Veranstaltungen hatten die Teilnehmer
präsentieren können, was sie zum Umweltschutz und zur sozialen
Gerechtigkeit und somit auch zur Erreichung der
UN-Nachhaltigkeitsziele beitragen. Ins Leben gerufen wurde das
Festival durch das Umweltbildungszentrum Pleistalwerk in Kooperation
mit dem Internationalen Zentrum für Nachhaltige Entwicklung der
Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Büro für Natur- und Umweltschutz
der Stadt Sankt Augustin. Daneben wird das Festival von zahlreichen
Initiativen und Privatpersonen sowie der Städte- und Gemeindestiftung
der Kreissparkasse Köln unterstützt. „Unser Ziel ist es, die
jüngere Generation für Nachhaltigkeit zu sensibilisieren und zu
begeistern“, so Günter Piéla, Vorstandsmitglied des
Umweltbildungszentrums Pleistalwerk. Das Festival soll einen solchen
Anreiz setzen. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen werden sich
unter Anleitung von Erwachsenen in ihrer jeweiligen
Bildungseinrichtung oder Jugendgruppe mit dem Thema auseinandersetzen
und am Ende ihre erarbeiteten Projekte stolz in einem öffentlichen
Rahmen vorstellen können. „Wir hoffen, dass die Teilnehmer durch
das Festival auch dazu animiert werden, kreative Lösungen für
vermeintliche Probleme im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit zu
finden“, so Heinrich Geerling, ebenfalls Vorstandsmitglied des
Umweltbildungszentrums.

Die Auftaktveranstaltung bei der Banneraufhängung verspricht
jedenfalls schon mal, dass auch die kommende Junge Bühne für
Nachhaltige Entwicklung ein voller Erfolg werden und das
wahrscheinlich wichtigste Thema unserer Zeit einmal mehr in den Fokus
gerückt wird.

- Bianca Gaebel

Redakteur:

RAG - Redaktion

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