500.000 € für 30 Meter
Restaurierung der historischen Mauer in der Burgstraße

So könnte der fußläufige Mauerdurchlass in der Burgstraße nach der Restaurierung aussehen.
  • So könnte der fußläufige Mauerdurchlass in der Burgstraße nach der Restaurierung aussehen.
  • Foto: Steimel (Montage)
  • hochgeladen von Patrick Beck

Das Bauvorhaben der Familie Brämer aus Broscheid „Wohnen am Burgplatz“ im historischen Ortskern von Ruppichteroth ist auf dem Behördenweg, der bis zum Jahresende abgeschlossen sein soll. In einem Jahr werden voraussichtlich die ersten Bagger mit ihrer Arbeit beginnen. Vorher jedoch wird die historische, weit über 100 Jahre alte ortsbildprägende, denkmalgeschützte Stützmauer in der Burgstraße restauriert. Diese Maßgabe hat jetzt den Rat der Gemeinde passiert, die Baufirma wird ab Mai einrüsten und mit den Abbrucharbeiten des 30 Meter langen, gemeindeeigenen Mauerteils beginnen. Dagegen werden die restlichen 30 Meter, die sich in Privatbesitz befinden, nicht niedergelegt, sondern fachgerecht und kostengünstig restauriert.

Nach letzten Informationen aus dem Rathaus belaufen sich die Baukosten für die 30 Meter „Gemeindemauer“ auf sage und schreibe 500.000 Euro, davon werden 250.000 Euro vom Land NRW über die Bezirksregierung Köln im Rahmen des Dorferneuerungsprogramms bei gesteuert. Die Planungs- und Architektenkosten belaufen sich alleine auf mehr als 70.000 Euro. Zur Abwicklung der Baumaßnahme wurde eigens ein Management- und Consultingbüro beauftragt, die Verwaltungsabläufe zur Bauabwicklung entscheidungsreif vorzubereiten und den Baufortschritt zu begleiten. Diese Arbeiten lassen sich mit dem Rathauspersonal aufgrund personeller Engpässe nicht noch zusätzlich koordinieren.

Abbruch bedeutet natürlich dann auch wieder Neuaufbau, zum Teil mit vorhandenen Steinen, aber auch mit neuen. Bevor jedoch dieser Wiederaufbau beginnt, wird es einen Ortstermin geben, mit Bürgermeister, Rat, Verwaltung und Bürgerverein sowie der Baufirma und dem Denkmalamt. Gemeinsam wird anhand von Mustern entschieden, welche Steine zum Neuaufbau verwendet werden sollen.

Die Mauer wird mittig mit einem Durchgang (1,5 Meter breit) geöffnet, um später fußläufig den Wohnbereich zu erreichen, durchgängig bis zur Brölstraße. Das Bauvorhaben „Mauerrestaurierung“ wird zwingend im November 2022 abgeschlossen sein, da die am 2. Adventssonntag wieder stattfindende „Döörper Weihnacht“ nicht in einer Baustelle ausgerichtet werden soll und darf. Im Zuge der Baumaßnahme ist im Oberdorf mit teilweise sehr eingeschränktem Verkehrsablauf zu rechnen.

Redakteur:

Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth

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