Jubiläum
50 Jahre Filialkirche Sankt Josef Broeleck

Zur 50 Jahr-Feier wurde die Festmesse von Weihbischof Ansgar Puff und Pfarrer Christoph Heinzen zelebriert, im Anschluss freuten sich die Broelecker auf das gemeinsame Kapellenfest. | Foto: Steimel
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  • Zur 50 Jahr-Feier wurde die Festmesse von Weihbischof Ansgar Puff und Pfarrer Christoph Heinzen zelebriert, im Anschluss freuten sich die Broelecker auf das gemeinsame Kapellenfest.
  • Foto: Steimel

Broeleck. Eigentlich hätte man auch 211 Jahre Filialkirche Sankt Josef feiern können, denn im Jahr 1811, so ist es überliefert, wurde im damaligen Felderhof eine kleine Josefskapelle gebaut und eingeweiht. Felderhof war zugehörig zum Kirchspiel Winterscheid und somit eine Filialkirche. Jeweils sonntags feierte der Winterscheider Pastor mit den Felderhofern eine Heilige Messe. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges übernahm Professor Pater Augustinus Mölle von den Steyler Missionaren in Sankt Augustin die regelmäßigen Gottesdienste. Sehr schnell zeigte sich, dass die Kapelle zu klein war. Es wurde über einen Neubau nachgedacht und hierzu auch ein Kapellenverein gegründet. Man hat geplant und gerechnet, das Erzbistum Köln stellte 320.000 D-Mark zur Verfügung, der Kirchbauverein 40.000 für die Inneneinrichtung. Baubeginn war 1970, die Einweihung erfolgte im Jahr 1972. Und so wurde nun offiziell das 50. Jubiläum von Sankt Josef gefeiert.

Hierzu hatte das Extra-Blatt Gelegenheit, ein Gespräch mit dem Broelecker Herbert Burghaus zu führen, der auch dankenswerterweise altes Bildmaterial zur Verfügung gestellt hat.

Pater Mölle, nachdem auch später der Kirchplatz benannt wurde, hat so intensiv am Felderhofer Leben teilgenommen, dass Burghaus sich gerne erinnert an die Sonntage, wenn Mölle sich nach dem Gottesdienst bei seinen Schäfchen zum Kaffee einlud. Es waren unvergessliche Sonntage mit einem lieben Menschen, einem Seelsorger, einem Menschen mit modernen Ansichten, wie es Burghaus schilderte.

Gleichauf kommt die Erinnerung an den Organisten (die Orgel war natürlich ein Harmonium). Heinrich Baum aus Hatterscheid machte sich sonntäglich zu Fuß auf den Weg zur drei Kilometer entfernten Sankt Josefkapelle, später mit dem Auto. Inzwischen hieß der Ort auch nicht mehr Felderhof sondern Broeleck.

Auch für dieses 50. Baujubiläum hat aktuell der Schlusssatz aus der Grundsteinurkunde seine Gültigkeit nicht verloren: Erbaut in einer Zeit des Wohlstandes, der Glaubenskrise und schwindenden religiösen Eifers möge dieses Gotteshaus als Stätte des Gebetes, der Glaubensverkündung und der Feier der Heiligen Eucharistie dazu beitragen, dass Glaube, Hoffnung und Liebe in den Herzen der Menschen erhalten bleiben. Eines kann man mit Gewissheit sagen, diese kleine Kirche ist täglich mit Leben erfüllt. Dort treffen sich Gläubige seit mehr als fünf Jahren rund um die Uhr an allen Tagen des Jahres zur Anbetung des Allerheiligsten, ja selbst Gläubige von der anderen Rheinseite kommen regelmäßig nach Broeleck, manche sogar des Nachts um drei Uhr. Pater Mölle würde sich freuen.

Freie/r Redaktionsmitarbeiter/in:

Wolfgang Steimel aus Ruppichteroth

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