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Gute Nachricht: Anwohner in Erftstadt-Blessem dürfen dauerhaft zurück

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Bevor die Einwohner von Blessem wieder in ihre Häuser dürfen, werden diese von dem geologischen Dienst überprüft. 

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Gregor Fischer/dpa

Nach allem, was die Einwohner von Erftstadt-Blessem in den letzten Tagen durchgemacht haben kommt jetzt endlich eine gute Nachricht: Sie dürfen wieder in ihre Häuser zurückkehren - unter einer Voraussetzung.

Im Katastrophengebiet Erftstadt-Blessem dürfen einige Anwohner voraussichtlich schon von Donnerstag an dauerhaft in ihre Häuser zurück. Voraussetzung sei, dass die Standsicherheit der Gebäude gewährleistet ist, teilte Landrat Frank Rock mit. Dies werde ab dem Vormittag durch den Geologischen Dienst überprüft. Ist dies geschehen, müsse «den Blessemer Bürgern auch die Möglichkeit eröffnet werden, ihre Häuser und Wohnungen wieder dauerhaft zu betreten, insbesondere um Aufräumarbeiten zu leisten», sagte Rock. Dies könne noch am Donnerstag geschehen.

Einlass nur für Blessemer Bürger

Der Einlass in das Gebiet nach der Flut in der vergangenen Woche werde zunächst nur Blessemer Bürgern erlaubt. Für sie werde ein Shuttleservice eingerichtet. Teams von Feuerwehr, Polizei und Psychologen stünden bereit.

Zuvor hatte der Krisenstab bereits beschlossen, dass viele Anwohner am Donnerstag zumindest kurz in ihre Wohnungen und Häuser dürfen, um persönliche Gegenstände zu holen. Dabei sollten sie von Einsatzkräften begleitet werden.

Trinkwasser in Euskirchen und Swisttal-Odendorf abkochen

Nach der Hochwasserkatastrophe sollte das Trinkwasser in Euskirchen wegen mikrobiologischer Veränderungen derzeit nur abgekocht getrunken werden. Die Abweichungen seien in aktuellen Proben im Bereich des Wasserversorgungsverbandes Euskirchen-Swisttal (WES) festgestellt worden, teilte die Stadt am Mittwoch auf ihrer Internetseite mit. Betroffen seien alle Euskirchener Ortsteile außer Frauenberg, Oberwichterich, Elsig, Wißkirchen und Euenheim.

Bei mikrobiologischen Abweichungen von der Trinkwasserverordnung kann es um Krankheitserreger in zu großen Konzentrationen gehen.

Für das Trinkwasser in Swisttal-Odendorf besteht seit Mittwochabend ein vorsorgliches Abkochgebot. Wie das Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises mitteilte, sind die genommenen Proben zwar unauffällig, aber es gebe bakterielle Verunreinigungen im Versorgungsnetz wegen des Starkregens der vergangenen Woche.

«Lassen Sie das Wasser einmalig sprudelnd aufkochen und dann langsam über mindestens 10 Minuten abkühlen», hieß es in beiden Fällen. Die von Kaffeemaschinen entwickelte Temperatur sei dafür nicht ausreichend. Und: «Sollte keine Möglichkeit zum Abkochen bestehen, wenden Sie sich bitte an die zentralen Trinkwasserstellen in den Ortsteilen der Stadt Euskirchen.»

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