Jeder Meter zählt beim Spendenlauf
Schulkinder sammeln Hilfsgelder für Malawi

Während der Klassenbesuche erhielten die Kids von den Vereinsvertretern Infos über die Lebenssituation in Malawi.
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Lindenthal - (ha) Jeder Meter zählt am 19. Mai beim Spendenlauf der
Gemeinschaftsgrundschule Bachemer Straße am Rautenstrauchkanal.

Für den traditionellen Event haben sich Schüler und Lehrer auch in
diesem Jahr für die Unterstützung karitativer und gemeinnütziger
Projekte entschieden. So gehen Beiträge an das Kinderhospiz der
Uniklinik und an den Verein MalawiMed, der sich für die
Neugeborenenversorgung im afrikanischen Malawi einsetzt. Um für ihr
Projekt zu werben, besuchten die Initiatoren von MalawiMed die
Lindenthaler Bildungseinrichtung und stellten den Schülern das
Unternehmen vor. „Interessanterweise kamen die meisten Fragen von
den Erstklässlern. Wir kamen mit der Zeit kaum hin“, freut sich
Johanna Graebner über das Interesse. Die Medizinstudentin entschied
sich im Rahmen ihres Praktikums im südostafrikanischen Staat zu
weiteren Hilfsaktionen für die dort lebenden Menschen. „Ich
studiere momentan zwar in Breslau, bin aber hier in Lindenthal
aufgewachsen. Bei einem spontanen Besuch in der Schule erzählten mir
die Lehrer vom Spendenlauf“, berichtet Graebner. Die
Vereinsmitglieder peilen eine Gesamtsumme von 5.000 Euro an, die
bereits zur Hälfte über eine Spendenkampagne gesammelt werden
konnte. „Das Geld soll zur Finanzierung eines Ultraschallgerätes,
für Sauerstoffflaschen, Decken und Hygiene-Artikel dienen. Diese
wichtigen Dinge fehlen im ‚Holy Family Mission Hospital‘ im
Phalombe District, für dessen Patienten und Mitarbeiter wir uns
einsetzen“, erklärt die Studentin im Gespräch mit dem
Wochenspiegl.

Während ihrer Klassenbesuche informierten Graebner und die
Gynäkologin Clara Maßen die Kinder über die Situation in Malawi.
Demnach liegt die Säuglingssterblichkeit bei sieben Prozent, die
Müttersterblichkeit bei fünf Prozent. Die Lebenserwartung im Staat
beträgt nach Auskunft der Vereinsrepräsentanten 52 Jahre. Auf den
Transport zum Krankenhaus müssten die Patienten mitunter fünf
Stunden warten, da die Gefährte nur fahren, wenn sie mit genügend
Menschen belegt sind, so Maßen. Beim Spendenlauf erhalten die rund
200 jungen Teilnehmer von ihren Sponsoren pro zurückgelegter Runde am
Kanal einen zuvor vereinbarten Pauschalbetrag.

Informationen über das Malawi-Projekt
unter: www.betterplace.org/p52801

Während der Klassenbesuche erhielten die Kids von den Vereinsvertretern Infos über die Lebenssituation in Malawi.
Clara Maßen (l.) und Studentin Johanna Graebner freuen sich über die Unterstützung der Lindenthaler Schüler für die Versorgung von Neugeborenen im Phalombe District von Malawi.
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