Sportler-Ehrung im Schloss
Erfolgreiche Athleten trugen sich ins Goldene Buch ein

Die erfolgreichen Athleten des Sportjahres 2016 wurden im Spiegelsaal von Schloss Morsbroich geehrt.
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Leverkusen - Leverkusen hat ein „Luxus-Problem“: Jedenfalls in Sachen Sport,
zumal Leverkusens Athleten zur absoluten Weltspitze zählen. Einige
von ihnen waren der Einladung der Stadt gefolgt, Oberbürgermeister
Uwe Richrath hatte zum Sportlerempfang in den Spiegelsaal von Schloss
Morsbroich gebeten. Gäste waren unter anderem
Fußball-Olympiasiegerin Annike Krahn, Felix Drahotta, der
Olympia-Silber mit dem Deutschland-Achter holte, der mehrfache
Paralympics-Sieger sowie Welt- und Europameister Heinrich Popow,
Kickbox-Weltmeister Guido Rödel und Doppel-Paralympicssieger im
Weitsprung Markus Rehm. Daneben nahmen Trainer und Betreuer,
Verantwortliche und ehrenamtlich Tätige aus den Vereinen sowie
Sponsoren an der Feierstunde teil.
Ehe sich die Athleten ins Goldene Buch der Stadt eintragen und einige
von ihnen zum Interview mit Moderator Sebastian Hempfling auf den –
von der Firma Ostermann zur Verfügung gestellten – Sofas Platz
nehmen durften, würdigte Richrath die herausragenden Leistungen
aller. Insgesamt lasse sich, so Richrath, nach diesem großen
Sportjahr 2016 eine positive Bilanz ziehen. Die Olympischen
Sommerspiele, aber vor allem die Paralympics-Wettbewerbe in Rio de
Janeiro hätten einen eindrucksvollen Beweis dafür geliefert.
Insgesamt 17 Teilnehmer aus Leverkusen waren bei den Olympischen
Spielen und feierten viele Erfolge. Noch eindrucksvoller war die
Bilanz bei den Paralympics. Mit insgesamt 15 Medaillen – je sechsmal
Gold und Silber sowie dreimal Bronze – kehrten die Athleten der
Behindertensportabteilung des TSV Bayer 04 Leverkusen zurück. Hinzu
kamen zahlreiche persönliche Bestzeiten, paralympische Rekorde sowie
Europa- und Weltrekorde. „Eine bessere Werbung für Leverkusen kann
es nicht geben“, konstatierte Richrath.
Mehr als zufrieden zeigte sich TSV-Vorsitzender Klaus Beck. „Für
den Verein war es ein tolles Sportjahr“, bilanzierte er ebenfalls.
Doch nach Olympia sei auch immer vor Olympia. Und deshalb werde
„aktuell schon überlegt, welche Talente allmählich an Olympia
herangeführt werden“. Vier Jahre seien lang, aber dennoch kurz,
sagte Beck.
Ob ihr größter Traum eine olympische Medaille gewesen sei, wollte
der Moderator von Annike Krahn, wissen. „Ich unterscheide nicht
zwischen Titeln, sondern bin dankbar, dass ich dabei sein durfte“,
lautete ihre Antwort. „Für mich hat jeder Titel seine eigene
Geschichte“, stellte die Fußballerin ergänzend dazu fest. Ihr
nächstes Ziel sei nach der Meniskus-Verletzung wieder fit zu werden
und an der Tabellenposition für Bayer 04 zu arbeiten.
Geht es nach Ruderer Felix Drahotta, dann holt er im September dieses
Jahres in Sarasota (USA) den Weltmeistertitel mit dem
Deutschland-Achter. „Der Vize muss weg“, versprach er.
Und Heinrich Popow hat sich für dieses Jahr fest vorgenommen, „das
zu Ende zu bringen, was ich angefangen habe“. Dazu zähle unter
anderem sein Abschluss als Orthopädie-Techniker zu erlangen (er baut
aktuell an seinem Gesellenstück) und durch die Welt zu reisen. Markus
Rehm könnte sich theoretisch dazu gesellen. Denn nachdem eine
chronische Entzündung aus seinem Knie operiert und erst wenige
Stunden vor dem Empfang die Fäden gezogen wurden, zeigte er sich
„optimistisch, das Bein nächste Woche wieder belasten zu
können“.  

Redakteur:

RAG - Redaktion

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