Köln rüstet sich gegen heiße Tage
Hitze: Köln handelt - Stadt legt Bericht für 2025 vor

Steigende Temperaturen, längere Hitzewellen und wachsende gesundheitliche Risiken: Der Klimawandel ist in den Städten längst kein fernes Thema mehr. | Foto: Arton Krasniqi
  • Steigende Temperaturen, längere Hitzewellen und wachsende gesundheitliche Risiken: Der Klimawandel ist in den Städten längst kein fernes Thema mehr.
  • Foto: Arton Krasniqi
  • hochgeladen von EXPRESS - Die Woche - Redaktion

Wenn Köln im Sommer aufheizt, wird es für viele Menschen schnell belastend. Besonders ältere Menschen, Kinder und Kranke brauchen dann Schutz, Orientierung und schnelle Hilfe. Die Stadt Köln hat dafür ihren Hitzeaktionsplan weitergeführt und nun den Jahresbericht für 2025 vorgelegt. Darin geht es um kühle Orte, Warnungen, Beratung und um die Frage, wie die Stadt besser durch heiße Phasen kommt.

Steigende Temperaturen, längere Hitzewellen und wachsende gesundheitliche Risiken: Der Klimawandel ist in den Städten längst kein fernes Thema mehr. Auch Köln muss sich darauf einstellen, dass Hitzeperioden intensiver und länger werden. Die Stadt reagiert darauf mit einem Hitzeaktionsplan, der fest in das Verwaltungshandeln eingebunden ist und dauerhaft umgesetzt wird. Für das Jahr 2025 liegt nun der Jahresbericht vor, in dem alle Maßnahmen zusammengefasst sind.
Der Hitzeaktionsplan ist eine Aufgabe, die weiter wächst. Er soll helfen, die Folgen extremer Temperaturen für die Menschen in der Stadt zu verringern. Besonders im Blick stehen dabei gefährdete Gruppen wie ältere Menschen oder Kinder. Im vergangenen Jahr wurden im Rahmen der Hitzeaktionsplanung 36 Maßnahmen bearbeitet. Dazu gehören unter anderem die Verbreitung des Hitzewarnsystems des Deutschen Wetterdienstes, die Schaffung kühler Rückzugsorte und die Aufklärung über gesundheitliche Risiken bei Hitze.

Für die Kölner im Alltag besonders greifbar sind die sogenannten „Hitzespickzettel“. Diese Faltkarten werden jedes Jahr für verschiedene Veedel erstellt. Sie zeigen kühle Orte in der Nachbarschaft, etwa schattige Plätze, Brunnen oder Gebäude, in denen man sich abkühlen kann. Bei gemeinsamen Spaziergängen mit Senioren werden regelmäßig neue Orte entdeckt und eingetragen. So entsteht Stück für Stück eine Orientierungshilfe, die direkt im Viertel ansetzt.
Mit solchen Maßnahmen will die Stadt dafür sorgen, dass die Lebensqualität in Köln auch bei steigenden Temperaturen erhalten bleibt. Denn Hitze ist nicht nur unangenehm, sondern kann für viele Menschen zum echten Gesundheitsproblem werden. Um die Hitzeaktionsplanung weiterzuentwickeln, arbeitet eine dauerhafte Arbeitsgruppe an den Schwerpunkten. Ihr gehören Vertreter der Stadtverwaltung, des Gesundheitswesens, der Wissenschaft und zielgruppenrelevante Vertreter an.
Eine wichtige Rolle übernimmt dabei das Gesundheitsamt der Stadt Köln. Es betreibt das medizinisch geleitete Hitzetelefon. Schon vor dem Sommer können sich Bürger dort individuell beraten lassen. Es geht um persönliche Risiken, geeignete Schutzmaßnahmen und konkrete Empfehlungen für das Verhalten bei Hitze. Zusätzlich können sich Bürger in das städtische Hitzeregister eintragen. Wer dort registriert ist, wird bei offiziellen Hitzewarnungen per SMS, E-Mail oder Anruf informiert.
Der Blick auf den Klimawandel zeigt: Solche Angebote werden auch künftig wichtig bleiben. Hitze trifft nicht alle Menschen gleich. Ältere Menschen, Kinder und Personen mit Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Medikamente können bei hohen Temperaturen anders wirken, chronische Erkrankungen können sich verschlechtern. Auch soziale Isolation erhöht das Risiko, vor allem bei alleinlebenden älteren Menschen.
Hinzu kommt: Schutzmaßnahmen werden im Alltag nicht immer ausreichend umgesetzt. Dazu gehören etwa genug zu trinken oder Innenräume zu kühlen. Gerade in längeren Hitzeperioden kann das Folgen haben. Studien belegen erhöhte Sterberaten während Hitzephasen. Gleichzeitig steigt der Bedarf an medizinischer Versorgung und an Einsätzen der Rettungsdienste.
Für Köln heißt das: Der Hitzeaktionsplan ist kein Papier für die Schublade, sondern ein Werkzeug für den Alltag in der Stadt. Er soll warnen, informieren, schützen und dort helfen, wo Hitze besonders gefährlich werden kann. Der Jahresbericht für 2025 zeigt, wie die Stadt diese Aufgabe weiter angeht.
Weiterführende Informationen zum Hitzeaktionsplan können unter Hitze-Portal Köln abgerufen werden.
Der Jahresbericht Hitzeaktionsplan 2025 ist einsehbar unter: Jahresbericht 2025 zum Hitzeaktionsplan Köln
(bn.)

Redakteur/in:

EXPRESS - Die Woche - Redaktion aus Köln

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

11 folgen diesem Profil
Kommentare sind deaktiviert.

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Karte einbetten

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Code einbetten

Funktionalität des eingebetteten Codes ohne Gewähr. Bitte Einbettungen für Video, Social, Link und Maps mit dem vom System vorgesehenen Einbettungsfuntkionen vornehmen.
Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.