65 Jahre Akkordeon-Orchester Köln-Deutz
Trio Arccordion begeisterte

Das Akkordeon-Orchester Köln-Deutz spielte zum ersten Mal in der Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Köln.
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Köln. Das Akkordeon-Orchester Köln-Deutz e.V. hatte am Sonntag zu einem kleinen Jubiläum eingeladen - der Verein besteht jetzt 65 Jahre. Unter dem Motto "Akkordeon meets Trio Arccordion" hatten sie besondere Gäste.

Arccordion - das ist ein Kunstwort aus Arc = Bogen und Accordion = Akkordeon. 2016 hatten Angelina Abadjieva und Amrei Collmer, beide Violinistinnen des WDR Funkhausorchesters, Alexander Pankov kennen gelernt. Und sie gründeten diese reizvolle Kammermusikformation - Alexander Pankov schreibt alle Arrangements und ergänzt die hellen Geigenstimmen durch harmonische tiefere Akkordeon-Stimmen plus Bass und Begleitung. Dabei schreibt er gerne "mehr Noten als in den Kompositionen", denn alle drei sind brilliante Virtuosen auf ihren Instrumenten.

Auf dem Programm standen ganz abwechslungsreiche Stücke von der Klassik - mit dem "Ungarischen Tanz Nr. 5" von Brahms und dem "Säbeltanz" von Chatschaturjan über den Libertango von Astor Piazzolla - mit vielen Variationen und Improvisationen - bis zu osteuropäichem Folk: bekannte Melodien wie "Zwei Gitarren" und "Weiter Weg" - die Melodie wurde für den Hit "Those Were The Days" verwendet. Ein weniger bekanntes Stück war der Tango "Erschöpfte Sonne" des ukrainischen Komponisten und Bajanspieler Efim Jourist. Die drei begeisterten die Zuhörer, die zahlreich in die schöne Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums gekommen waren, mit ihrer Spielfreude und Professionalität.

Das war der i-Punkt eines gelungenen Konzertes des Orchesters unter Leitung von Olga Belyaeva, das den Bogen von Beethoven über Filmmusik, Tango nuevo, Rock und Soul bis Pop spannte. Zur Eröffnung präsentierten die 18 Musiker "Seven Songs of Joy" von Wolfgang Ruß. Dieser hatte rechtzeitig zum großen Jubiläum 2020 sieben rhythmische Variationen frei nach Ludwig van Beethoven's "Ode an die Freude" geschrieben - Opening, Bossa Nova, Samba, Reggae, Swing, Beat, Finale. Dreimal bekannte Filmmusik waren zu hören: "My Heart Will Go On" aus "Titanic", das Thema aus "Schindler's List" und Musik "Il Postino" aus dem italienischen Film "Der Postmann" von 1994. Nicht nur die Gäste hatten Tango im Programm, Olga Belyaeva hatte von Astor Piazzolla den weniger bekannten "Novitango" und die "Milonga del Serafin" des Berliner Gitarristen Coco Nelegatti, ein wunderschöner lyrischer Tango, ausgewählt.

Höhepunkte waren als Finale der ersten Halbzeit die "Bohemian Rhapsody" von Queen mit Jürgen Kubanek an der E-Gitarre, eine Hymne, die im wirkungsvollen Arrangement auch Kult für Akkordeonorchester ist, und das Medley "Ray Charles in Concert" am Konzertende mit den Soul-Klassikern: Georgia On My Mind, Hallelujah I Love Her So, Hit The Road Jack, I Can't Stop. Das Publikum spornte mit ihmre Klatschen die Musiker zu rhythmischen Höchstleistungen an. Durchgängig sorgte Alexandra Reuter mit einem Stage-Piano für die gute Bereicherung des Akkordeon-Sounds. Moderatorin Sabine Finger freute sich, als jüngstes Mitglied den 12-jährigen Lukas Kopp, Percussion, vorzustellen.

Mit bekannten Pop-Hits wie "Take On Me" der norwegischen Gruppe a-ha und "Walking on Sunshine" der Band Katrina and rhe Waves wurden die Zuhörer nach zweieinhalb Stunden in guter Laune nach Hause geschickt.

Das Akkordeon-Orchester Köln-Deutz spielte zum ersten Mal in der Aula des Friedrich-Wilhelm-Gymnasiums Köln.
Als Gäste dabei: das Trio Arccordion mit Angelina Abadjieva und Amrei Collmer, beide Violine, und Alexander Pankov, Akkordeon.
Leserreporter:

Anita Brandtstäter aus Köln

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