Knappe Niederlage in Dessau
Gummersbacher Siegessserie reißt

Zum Abschluss seiner Ost-Tour hat der VfL Gummersbach am Montagabend seine Auswärtspartie beim Dessau-Roßlauer HV 06 verloren. Beim Nachholspiel des 23. Spieltags der 2. Handball-Bundeslia fuhren die Oberbergischen ein enttäuschendes 32:33 (20:16) und damit nach neun Siegen in Serie die sechste Saisonniederlage ein. In der Dessauer Anhalt Arena gaben die Gäste zwar ab der 20. Minute den Ton an, verloren jedoch in Hälfte zwei in den entscheidenden Momenten den Faden. So drehten die Beavers erfolgreich die Partie und hielten die beiden Punkte in Sachsen-Anhalt.

Beide Angriffsreihen starteten schwungvoll in die Partie, in der die Gummersbacher zunächst durch Julian Köster mit 2:1 in Führung gingen (3. Minute), ehe die Gastgeber nachlegten und den VfL in Minute sieben mit 3:5 in Rückstand brachten. Erst langsam zogen die Gäste das Tempo an und kamen in der elften Minute durch Keeper Tibor Ivanišević nach vorangegangener Parade zum 6:6-Ausgleich. Die Beavers aus Dessau blieben jedoch weiterhin bissig und legten vor, woraufhin die Oberbergischen immer wieder reagieren mussten (11:11, 20. Minute).

In Person von Lukas Blohme netzte der VfL in der 22. Minute zum 12:11 ein und übernahm damit erstmals seit der dritten Minute wieder die Führung. Eine Minute später erhöhte Janko Božović von der Sieben-Meter-Linie auf zwei Treffer Differenz (14:12). Dem Sigurdsson-Team gelang es in dieser Phase die Spielkontrolle zu übernehmen und offensiv eine höhere Treffsicherheit an den Tag zu legen. Zudem hatte die Gummersbacher Defensive das zwischenzeitliche Spiel der Dessauer mit dem siebten Feldspieler gut im Griff. In der 29. Minute erhöhte Božović den Vorsprung seiner Mannschaft zum ersten Mal auf vier Treffer zum 19:15. Mit demselben Abstand ging es für die beiden Kontrahenten eine Minute später auch in die Halbzeitpause (20:16).

Nach der 15-minütigen Unterbrechung ging es mit abwechselnden Toren auf beiden Seiten weiter. Über das 22:18 durch Božović (32. Minute) und das 25:21 durch Köster (36. Minute) hielten die Gummersbacher den Abstand bei vier Treffern. Statt im Anschluss per Siebenmeter auf fünf Treffer zu erhöhen, mussten die Oberbergischen nach Fehlwurf von Božović (37. Minute) zwei Tore hinnehmen, ehe der eingewechselte Martin Nagy sogar einen möglichen Anschlusstreffer verhinderte (25:23, 40. Minute). Auf die folgerichtige Auszeit von Sigurdsson schlossen sich drei Tore durch Köster und Blohme sowie Kapitän Timm Schneider an, so dass der Spielstand in der 43. Minute auf 28:23 kletterte.Erneut gelang es den Gästen jedoch nicht die spielerische Überlegenheit konstant auf der Anzeigetafel zu manifestieren.
Stattdessen tat sich der VfL gegen die Beavers weiter schwer, die sich dank eines 4:0-Laufs in Minute 47 wieder auf ein Tor herankämpften (29:28). Auf der Gegenseite bissen sich die Oberbergischen an DRHV-Torhüter Philip Ambrosius die Zähne aus und mussten nach weiteren drei Gegentreffern in Folge den ersten Rückstand im zweiten Durchgang hinnehmen (30:31, 55. Minute). Zwei Chancen auf den Ausgleich für den VfL vereitelte erneut Ambrosius, ehe die Dessauer ihrerseits nachlegten (30:32, 57. Minute).

Auf die Disqualifikation von Yannick-Marcos Pust vom DRHV nach drei Zeitstrafen folgte der Anschlusstreffer durch Julius Fanger zum 32:33. Die Möglichkeit zum Ausgleich vergaben die Gummersbacher in den letzten zehn Sekunden, ohne dabei überhaupt zum Abschluss zu kommen.

Für die Oberbergischen geht es am kommenden Sonntag gegen die aktuell zweitplatzierte HSG Nordhorn-Lingen um die nächsten Punkte im Kampf um den Aufstieg in die LIQUI MOLY HBL. Tickets für die Partie, die um 16 Uhr in der SCHWALBE arena angepfiffen wird, können unter vfl-gummersbach.de/tickets/ erworben werden.

Redakteur:

Beate Pack aus Oberberg

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