Weltladen Gummersbach
Fairer Handel gegen Dumpingpreise

Hanne Gutermuth (WL),  Ingrid Dreher (Steuerungsgruppe Fairtrade Town), Sabine Grützmacher.
  • Hanne Gutermuth (WL), Ingrid Dreher (Steuerungsgruppe Fairtrade Town), Sabine Grützmacher.
  • Foto: Weltladen

Gummersbach (eif). Was haben krumme Bananen, eine Lupe, eine Saftpresse, eine zertretene Milchtüte und eine Kaffeemühle gemeinsam? Sie gehörten zu einer außergewöhnlichen Ausstellung vor dem Weltladen in Gummersbach. „Mächtig unfair“ lautete das diesjährige Motto des Weltladentages, der mit diesen Exponaten auf ungleiche Machtverhältnisse entlang den globalen Lieferketten und die Existenz von Dumpingpreisen aufmerksam machte.

„Wenn Produzenten in den Entwicklungsländern, oder auch unsere Milchbauern einen so niedrigen Lohn erhalten, dass noch nicht einmal die Produktionskosten gedeckt werden, dann sind diese Dumpingpreise mächtig unfair“, erklärten die Damen vom Weltladen den Passanten. Auch Ingrid Dreher von der Steuerungsgruppe der Fairtrade-Town Gummersbach verstärkt den Fairen Handel mit einem Info-Stand und lud bei einer fairen Tasse Kaffee zur Diskussion ein. „Mir gefällt besonders ‘Die Kaffee-Fahrt der anderen Art‘, weil damit dargestellt wird, wie die mit Kaffeebohnen vollgeladenen LKW zur Börse fahren. Nicht bei den Kaffeebauern sondern dort wird für den Weltmarkt der Preis festgelegt. Mächtig unfair“ findet sie. Auch Politiker der verschiedenen Parteien kamen zum Stand, der auch auf die Gesetzeslücke im Lieferkettengesetz bezüglich Dumpingpreise hinweist.

Dass der Faire Handel es anders macht, niemanden auspresst, oder seine Marktmacht unfair ausspielt, kann auf einem großen Plakat nachgelesen werden:

Preise entstehen im Dialog, langfristige Zusammenarbeit geben Sicherheit, Mindestpreise und Prämien für soziale Projekte und Bioanbau bringen ein existenzsicherndes Einkommen, Bildung und Nachhaltigkeit sind wichtige Säulen. Deshalb ist es so wichtig, den Fairen Handel zu stärken, wie es in den Weltläden und durch die Fairtrade-Stadt-Kampagne hier in Gummersbach geschieht.

Wer diese Ziele unterstützen möchte, ist in den Weltläden und in der Steuerungsgruppe, oder als Teilnehmer der Kampagne* sehr gern gesehen.

Die Fairtrade-Stadt-Kampagne wurde vom Weltladen 2011 gestartet. Die Mindestteilnehmerzahl in Gastronomie, Einzelhandel, Schulen, Vereinen, Kirchengemeinden, u.ä. , die mindestens 2 faire Produkte dauerhaft verwenden, wurde 2012 erreicht. 2013 erhielt die Stadt Gummersbach den Titel „Fairtrade-Town“. Weitere Teilnehmer sind zur Stärkung des Fairen Handels willkommen. Sie zeigen von links nach rechts:

Redakteur:

RAG - Redaktion

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