Projekt wächst weiter
Dritte „Rote Bank“ eingeweiht - in Kierdorf

Christine Gabriel-Heiken, Carolin Weitzel, Petra Dünnwald und Doris Fricke (Frauenbeirat), Margret Leder (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Erftstadt) und Harald Dudzus freuten sich über die dritte „Rote Bank“. | Foto: Dünnwald-Kemper
  • Christine Gabriel-Heiken, Carolin Weitzel, Petra Dünnwald und Doris Fricke (Frauenbeirat), Margret Leder (Gleichstellungsbeauftragte Stadt Erftstadt) und Harald Dudzus freuten sich über die dritte „Rote Bank“.
  • Foto: Dünnwald-Kemper

Erftstadt-Kierdorf (vd). Erftstadt ist um eine weitere „Rote Bank“ reicher. Auf dem Martinusplatz in Kierdorf konnte das dritte Exemplar der Öffentlichkeit übergeben werden. Ziel der Bänke ist es, auf Hilfsangebote für von Gewalt bedrohte Mädchen und Frauen hinzuweisen.

In Kierdorf konnte das Projekt durch die Initiative von Harald Dudzus vom Geschichtskreis Kierdorf in Kooperation mit dem Frauenbeirat der Stadt Erftstadt umgesetzt werden. Nach einem Beschluss der Dorfgemeinschaft Kierdorf konnte die am Platz vor einer Arztpraxis befindliche Bank durch den Geschichtskreis abmontiert, aufbereitet und nun wieder aufgestellt werden.

Christine Gabriel-Heiken, Vorsitzende der Dorfgemeinschaft Kierdorf, betonte die Bedeutung der „Roten Bank“, die eben nicht nur ein Stadt-Mobiliar sei. Petra Dünnwald vom Frauenbeirat dankte deshalb allen Kierdorfer Akteuren für ihr Engagement, stellvertretend dem Ortsbürgermeister Knuth Walter. Auch Bürgermeisterin Carolin Weitzel galt ein Dank für ihre Unterstützung bei diesem stadtweiten Projekt, das schnell weiter wachse. So seien weitere Exemplare in Planung – zum Beispiel in Bliesheim, Dirmerzheim, Gymnich und Köttingen - beziehungsweise stünden kurz vor der Einweihung – wie in Friesheim am Sonntag, 6. Oktober um 11 Uhr auf dem Hans-Kadner-Platz. Ziel des Frauenbeirates, ist es, in allen Ortsteilen von Erftstadt eine „Rote Bank“ zu realisieren, um die bundesweite Hilfenummer für Frauen (116 016) und das Thema Gewalt gegen Frauen präsent zu halten. Auch Carolin Weitzel wies auf die Bedeutung des Themas und der Bänke hin, da Gewalt an Mädchen und Frauen weiter zunehme.

In diesem Zusammenhang dankte Hans-Josef Zens, Beisitzer im Vorstand der Erftstädter FDP, Familie Dünnwald, die per Bürgerantrag beim Rhein-Erft-Kreis auf die schwierige Situation des Frauenhauses hingewiesen habe. Ziel sei die Prüfung eines Neu- oder Ausbaus der Kapazitäten, da auch im Kreisgebiet die Vorfälle häuslicher Gewalt in den vergangenen Jahren anstiegen und man diesem Umstand gerecht werden müsse. Er hoffe auf eine breite Unterstützung der demokratischen Parteien. Die der Bürgermeisterin und die von Tina Conrady, Vorstand von Bündnis 90/Die Grüne in Erftstadt, seien schon einmal gewiss, versicherten die beiden Damen.

Redakteur/in:

Düster Volker aus Erftstadt

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