Mut zum Frieden
WECO beteiligt sich an Feuerwerkskunstprojekt

Die Erde, gebettet in ein schützendes Nest, im Hintergrund erhebt sich der Phönix zu neuem Leben.
  • Die Erde, gebettet in ein schützendes Nest, im Hintergrund erhebt sich der Phönix zu neuem Leben.
  • Foto: Deitenbach

Eitorf. Dank der Traditionsfirma WECO gehört die kleine Gemeinde Eitorf zu den über den ganzen Globus verteilten Orten, die am größten Feuerwerkskunstprojekt der Geschichte mitgewirkt haben. Weltweit setzten Feuerwerker am 8. Mai, dem Tag der Beendigung des Zweiten Weltkrieges, auf Initiative des Verbands der Pyrotechniker ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Menschenwürde. Das Friedensfeuerwerk, das Solidarität mit den Menschen in der Ukraine, aber auch mit weiteren Kriegsopfern in aller Welt bezeugen soll, ist verbunden mit einem Spendenaufruf für Unicef. Zu sehen sind Videobeiträge der einzelnen Feuerwerke aus Europa, Australien, Japan und Amerika, darunter auch die Eitorfer Inszenierung „Das Phönix-Projekt oder Mut zum Frieden“, zeitnah unter www.firework4peace.org im Internet.

Georg Alef, Chefpyrotechniker und kreativer Kopf der Firma WECO, der mit Feuer Geschichten erzählt und Bilder an den Himmel malt, sieht die Aktion als große Chance, Position zu beziehen und Menschen weltweit für das Thema zu sensibilisieren und aufzurütteln. Statt unterhaltsamer Show wie bei den „Kölner Lichtern“ erzählte Alef für das Friedensfeuerwerk eine pyrotechnische Geschichte von Krieg und Frieden, verwendete nur ganz sparsam Elemente des Höhenfeuerwerks und schuf aus leisen, aber nicht weniger spektakulären Elementen auf dem Firmengelände in Eitorf ein musiksynchrones Bodenfeuerwerk mit Gänsehauteffekt.

Nach einem Einstieg mit Feuer und Flammen symbolisieren bengalisch beleuchtete Großmasken die Depression nach dem Krieg, doch schon bald weben Effekte aus sogenannten Schweizer Vulkanen ein riesiges Nest, in dessen Mitte als Ei die Weltkugel erscheint während im Hintergrund zu den Klängen von Igor Stravinskys „Feuervogel“ der Phönix aufsteigt. Mit Joseph von Eichendorffs Gedicht „Schläft ein Lied in allen Dingen...“ gelingt es Alef, die hochemotionale Stimmung aufzulösen und Hoffnung auf eine neue, bessere Welt zu schüren. Ein poetisches Feuertheater der Spitzenklasse ließ die wenigen geladenen Zuschauer überwältigt zurück.

Gedicht und Teile der Musik sind Alefs Entwürfen für die zuletzt pandemiebedingt ausgefallenen Kölner Lichter entlehnt, das Feuerwerk wurde komplett neu konzipiert und gefertigt. Mit einwöchigem Vorlauf haben WECO-Mitarbeiter die fünfminütige Inszenierung vorbereitet, allein für den Aufbau von Material und Zündpositionen benötigten zwölf Fachkräfte sechs Stunden. Neben dem Appell für Frieden erhofft sich Alef von der Aktion auch neuen Rückhalt für die zuletzt in Misskredit geratene Feuerwerkskunst, nicht nur als Ausdruck von Schönheit und Freude, sondern auch als Beispiel für Freiheit.

Redakteur:

Renate Deitenbach aus Eitorf

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