Tankstellenräuber ermittelt
"Grenzübergreifender" Erfolg für die Polizei

Eine Serie von Raubüberfällen auf Tankstellen in der Region scheint aufgeklärt zu sein. In Kerpen-Türnich, Bornheim-Roisdorf, Weilerswist und Swisttal-Heimerzheim waren Angestellte mit vorgehaltenen Schusswaffen zur Herausgabe von Bargeld gezwungen worden. Nun haben umfangreiche Ermittlungen des Kriminalkommissariats 13 der Bonner Polizei sowie der Polizei des Rhein-Erft-Kreises und des Kreises Euskirchen wohl zur Klärung der Tatserie geführt.

Die Überfälle hatten sich am 5. März in Kerpen und Bornheim sowie am 3. April in Weilerswist und Swisttal ereignet. "Im Rahmen der Ermittlungen wurden Tatzusammenhänge zwischen den vier Überfällen, von denen sich jeweils zwei am selben Tag ereigneten, festgestellt", heißt es aus den Ermittlerkreisen. Im Verlauf der Ermittlungen ergaben sich konkrete Hinweise auf die bei den Taten genutzten Fluchtfahrzeuge. "Die Ermittlungen richteten sich dann in enger Abstimmung mit der Bonner Staatsanwaltschaft gegen einen 18-Jährigen aus dem linksrheinischen Rhein-Sieg-Kreis sowie zwei weitere Tatverdächtige (16, 19) aus dem Rhein-Erft-Kreis", erklärte die Polizei, die zur Klärung der Tatserie sozusagen "grenzübergreifend" zusammen arbeitete.

Ermittler der drei beteiligten Polizeibehörden durchsuchten in der Folge gemeinsam die Wohnungen der mutmaßlichen Räuber. Der 18-jährige Drahtzieher des Trios wurde bereits am 25. April an seiner Arbeitsstelle festgenommen. Seitdem befindet er sich in Untersuchungshaft. Er soll zwar nicht in den Tankstellen agiert haben, "steht aber im Verdacht, die Fluchtfahrzeuge gesteuert sowie die Überfälle organisiert und geplant zu haben", erläutern die zuständigen Polizeibehörden.

Die Ermittlungen gegen die übrigen beiden Männer, für die derzeit keine Haftgründe vorliegen, dauern weiter an. (ots)

Redakteur:

Düster Volker aus Erftstadt

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