Impfpass-Fälschungen
Erneut große Razzia im Rheinland

Bei der Kriminalpolizei werden Impfpässe unter die Lupe genommen.
  • Bei der Kriminalpolizei werden Impfpässe unter die Lupe genommen.
  • Foto: Stefan Puchner/dpa/Smybolbild
  • hochgeladen von Düster Volker

Die Staatsanwaltschaft und die Polizei Köln erklärten nach den heutigen Durchsuchungen der Einsatzkräfte, dass mehr als 50 mutmaßlich gefälschte Impfausweise sichergestellt und mehrere digitale Impfzertifikate von den Mobilgeräten der Betroffenen gelöscht wurden. Darüber hinaus fanden sie, laut der Behörden, unterschiedliche Utensilien zur Herstellung von unechten Gesundheitszeugnissen.

In einer Firma in Frechen stellten die Ermittler zudem Silberbarren und -münzen im Wert von mehr als 40.000 Euro sowie etwa 60.000 Euro Bargeld sicher. Der Inhaber wird verdächtigt, Impfausweise gefälscht und mit diesen gehandelt zu haben, heißt es seitens der Polizei. Die Ermittler prüfen nun, ob das aufgefundene Silber und Bargeld im Zusammenhang mit den Verfahren stehen.

Zum Hintergrund der Razzia

Gefälschte Impfpässe und Zertifikate waren erneut der Grund für eine groß angelegte Razzia der Polizei im Rheinland. Die Ermittler waren auch in Köln, Leverkusen, dem Rhein-Erft-Kreis und dem Oberbergischen Kreis auf der Suche nach Verantwortlichen. Insgesamt wurden rund 70 Wohnungen durchsucht.

Zirka 260 Polizisten haben am Dienstag im Rheinland Wohnungen und eine Firma wegen des Verdachts auf gefälschte Impfpässe durchsucht. Hauptsächlich richteten sich die Ermittlungen gegen eine Arzthelferin, berichtete die Kölner Staatsanwaltschaft am Dienstag. Es werde aber auch gegen 59 potenzielle Abnehmer ermittelt.

Ermittlungen gegen Arzthelferin und in 15 weiteren Verfahren

 
Ermittelt wird aber auch in 15 weiteren Verfahren, in denen unter anderem unechte Impfausweise in Apotheken oder dem Arbeitgeber zur Digitalisierung vorgelegt worden sein sollen. Insgesamt seien 77 Beschuldigte im Alter zwischen 16 und 74 Jahren im Visier der Behörden.

Die Ermittlungsgruppe «Stempel» hatte bereits vor drei Wochen eine größere Durchsuchungsaktion gestartet. Bei dem Einsatz vom 15. Februar waren gut 200 Polizisten im Einsatz und insgesamt 40 Wohnungen durchsucht worden. Diesmal waren Ermittler in Köln, Leverkusen, dem Rhein-Erft-Kreis, dem Kreis Mettmann und im Oberbergischen Kreis unterwegs.

(vd)  /  © dpa-infocom, dpa:220308-99-428945/2

Redakteur:

Düster Volker aus Erftstadt

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