Nachhaltiger Städtebau
Schwammstadtkonzept für Brühl beschlossen

Das Schwammstadtkonzept soll in Brühl helfen, Regenwasser vor Ort zu speichern und gezielt zu nutzen, um die Stadt besser gegen Starkregen, Hitze und Trockenperioden zu wappnen. | Foto: MUST Städtebau GmbH
  • Das Schwammstadtkonzept soll in Brühl helfen, Regenwasser vor Ort zu speichern und gezielt zu nutzen, um die Stadt besser gegen Starkregen, Hitze und Trockenperioden zu wappnen.
  • Foto: MUST Städtebau GmbH

Brühl (rb). Die Stadt Brühl reagiert auf die Folgen des Klimawandels mit einem sogenannten Schwammstadtkonzept. Hintergrund sind zunehmende Starkregenereignisse und längere Trockenphasen, die auch vor Ort neue Herausforderungen mit sich bringen.

Die für den Klimaschutz zuständige Abteilung beschäftigt sich bereits seit mehreren Jahren mit geeigneten Maßnahmen und Strategien, um diesen Entwicklungen zu begegnen. Ein zentraler Aspekt ist dabei die wassersensible Stadtentwicklung. Ziel ist es, Regenwasser stärker als Ressource zu nutzen – etwa zur Kühlung durch Verdunstung, zur Anreicherung des Grundwassers und für eine dezentrale Nutzung.

An der Erarbeitung des Konzepts waren verschiedene Fachbereiche der Stadt beteiligt, darunter Stadtplanung, Gebäudemanagement, Kanal- und Straßenbau sowie die Abwasserwirtschaft. Unterstützt wurde der Prozess durch die MUST Städtebau GmbH. Das fertige Konzept wurde im November 2025 vom Ausschuss für Bauen, Umwelt und Klimaschutz einstimmig beschlossen.

Kern des Ansatzes ist es, den natürlichen Wasserhaushalt wieder stärker nachzubilden. Niederschläge sollen künftig möglichst vor Ort gespeichert und nur zeitverzögert wieder in den Wasserkreislauf abgegeben werden – etwa durch Versickerung oder Verdunstung – statt sie schnell über die Kanalisation abzuleiten.

Die Maßnahmen orientieren sich an drei Leitlinien: Die Stadt soll sich besser gegen Hitze wappnen, Trockenperioden überstehen und gleichzeitig vor den Folgen von Starkregen geschützt werden. Ziel ist es, die Gesundheit der Bevölkerung zu sichern und Schäden zu vermeiden.

Auch Bürgerinnen und Bürger können einen Beitrag leisten. Bereits kleine Veränderungen könnten in der Summe Wirkung zeigen. Informationen zum Konzept und konkrete Hinweise zur Umsetzung stellt die Stadt auf ihrer Internetseite bereit.

Redakteur/in:

Ruben Bartsch aus Köln

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