Jury besuchte Gesamtschule
Europaschule zählt zu den 20 besten Schulen

Geprüft auf Herz und Nieren: Der Schulleiter der Europaschule, Christoph Becker (2. von rechts) mit dem Juryteam, einigen Schülern und Lehrern.
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  • Foto: Frank Engel-Strebel
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Bornheim - (fes). Eines steht jetzt schon fest: Die Bornheimer Gesamtschule
zählt zu den 20 bundesweit besten weiterführenden Schulen. Und das
macht alle stolz. Aber bekommt sie auch den Deutschen Schulpreis 2017?

Anlass zur Hoffnung geben die Aussagen der dreiköpfigen Fachjury, die
in der vergangenen Woche die Schule besuchte: „Die Europaschule
stellt sich den Herausforderungen und wächst mit ihnen". „Hier
kommt das gesamte Spektrum der Inklusion zum Tragen, sowohl
Behinderte, als auch Hochbegabte bekommen ihre Chance." „Wir haben
gesehen, dass die Papierbewerbung mit Leben gefüllt wird." Zur Jury
gehören erfahrene Pädagogen und Wissenschaftler wie Petra Madelung,
Wilfried Steinert und Wolfgang Wildheuer. Doch ob es für den
Deutschen Schulpreis reicht, da müssen sich Schulleiter Christoph
Becker, die Schüler und das Kollegium noch bis Ende März gedulden.

Darum geht es: Die Europaschule bewarb sich zunächst schriftlich um
den Deutschen Schulpreis, der seit 2006 jährlich von der Robert
Bosch-Stiftung gemeinsam mit der Heidehof-Stiftung und den
Medienpartnern ARD und dem Magazin „stern" ausgelobt wird. Auf 14
Seiten musste das Schulprofil dargestellt werden. Eine aufwendiges
Verfahren, an dem das gesamte Schulteam mitgewirkt hatte, so Christoph
Becker.

In diesem Jahr gab es 81 Mitbewerber, die Vorauswahl hatte die
Europaschule bereits erfolgreich überstanden. Jetzt war ein Juryteam
und Nora Heising als Vertreterin der Robert Bosch-Stiftung zwei Tage
an der Schule vor Ort, um sich persönlich ein Bild zu machen. Dabei
nahmen sie an einigen Unterrichtseinheiten teil, ließen sich das
Gebäude zeigen, führten Gespräche mit Eltern, Schülern und Lehrern
und informierten sich über das Schulprofil. Selbstredend kam auch die
europäische Ausrichtung ins Spiel: „Gerade heutzutage kann die
europäische Dimension nicht hoch genug geschätzt werden", betonte
Jurymitglied Petra Madelung, die lobte, wie eng die europäischen
Projekte mit dem Unterricht verbunden sind.

Rund 1.100 Mädchen und Jungen werden hier unterrichtet. Wilfried
Steinert bemerkte, dass die Schule aus allen Nähte platze und lobte,
dass die Stadt Bornheim „sehr weise" entschieden hätte einen Anbau
zu genehmigen: „Beengte Räume führen zu Aggressivität, doch das
sehen wir hier nicht, man kann hier von einer Schulfamilie sprechen."
Und was sagen die Schüler? Schülervertreter Christoph Denzin (18),
der die 12. Jahrgangsstufe besucht, beschreibt dies wie folgt: „Ich
schätze das Fordern und Fördern. Ich kam an die Europaschule mit der
Voraussetzung einen mittleren Realschulabschluss zu machen. Jetzt
stehe ich kurz vor dem Abitur."

Und so geht es weiter: Schulleiter Christoph Becker hofft, dass ihn
Ende März ein Anruf erreicht, in dem die Europaschule zu den bis zu
15 nominierten Schulen gehören wird, die dann am 29. Mai aneiner
feierlichen Preisverleihung mit Bundeskanzlerin Angela Merkel
teilnehmen wird. Die Gewinnerschule erhält ein Preisgeld von 100.000
Euro, fünf weitere Schulen bekommen jeweils ein Preisgeld von 25.000
Euro, erläuterte Nora Heisig.

Wie auch immer das Verfahren am Ende ausgeht – für Christoph Becker
ist es „schon jetzt eine tolle Anerkennung" überhaupt zu den Top 20
zu gehören.

Redakteur:

RAG - Redaktion

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