Jugendliche wurden zu Peer Guides ausgebildet
Anne-Frank-Ausstellung

Schülerinnen und Schüler wurden zwei Tage zu „Peer Guides“ ausgebildet. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis/ Joachim Rieger
  • Schülerinnen und Schüler wurden zwei Tage zu „Peer Guides“ ausgebildet. Foto: Rheinisch-Bergischer Kreis/ Joachim Rieger
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Bergisch Gladbach. Konzentriert lauschten die Schüler*innen der Nelson-Mandela-Gesamtschule und der Integrierten Gesamtschule Paffrath den beiden Vortragenden des Anne-Frank-Zentrums in Berlin. Diese waren angereist, um die Jugendlichen zu Ausstellungsführer*innen auszubilden. Anlass war die Wanderausstellung „Lasst mich ich selbst sein. Anne Franks Lebensgeschichte“, die das Kulturamt des Rheinisch-Bergischen Kreises derzeit in der Nelson-Mandela-Gesamtschule zeigt. Ein Kernelement des Ausstellungsprojekts ist der Ansatz der „Peer Education“, also das Informieren von Jugendlichen durch Gleichaltrige. Rund 30 Schüler*innen nahmen daran teil und wurden zu „Peer Guides“ ausgebildet. „Ich mache beim Projekt mit, um mich und andere über dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte aufzuklären. Ich finde es toll, dass sich so viele dafür engagieren“, erklärte Vural. Bei dem Seminar lernten die Jugendlichen Inhalte der Ausstellung und interaktive Methoden kennen, um Führungen anzubieten und andere Jugendliche durch die Ausstellung zu begleiten.
Seit über 20 Jahren greift der Rheinisch-Bergische Kreis den „Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus“ mit Veranstaltungen auf. „Neben der Pflege der Erinnerungskultur geht es darum, auf aktuelle Themen und Geschehen aufmerksam zu machen sowie für gegenseitige Verantwortung und Solidarität in der Gesellschaft zu sensibilisieren“, so Kreiskulturreferentin Charlotte Loesch. Das Projekt fand in Kooperation mit den KulturScouts Bergisches Land statt. Unterstützt wird die Ausstellung durch die Kultur- und Umweltstiftung der Kreissparkasse Köln. Während des zweitägigen Seminars war deutlich zu spüren, wie berührt die Jugendlichen von der Geschichte Anne Franks sind.
Die Jugendlichen stärken durch die Tätigkeit als „Peer Guide“ ihre Kompetenzen, nehmen aktiv an Erinnerungskultur teil und erfahren Anerkennung für ihr Engagement. „Wir sind sehr froh, die Ausstellung beherbergen zu können. Als Talentschule im Bereich Kultur passt die Ausstellung sehr gut zu uns und unserem pädagogischen Konzept“, so Susanne Hennicke, verantwortliche Lehrerin für das Projekt.
Die Wanderausstellung ist noch bis 17. Februar montags bis freitags von 8 bis 16 Uhr in der Aula der Nelson-Mandela-Gesamtschule (Ahornweg 70) zu sehen. Schulklassen und andere Gruppen können sich über www.nelson-mandela-gesamtschule.de für Führungen anmelden. Besuche von Einzelpersonen zu den Öffnungszeiten sind möglich. Es gilt die 2G-Plus-Regel. Rückfragen beantwortet das Sekretariat unter Telefon 02202/ 937330.

Redakteur:

Angelika Koenig aus Leichlingen

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